AfD-Sprecher Gauland provoziert erneut mit Nazi-Jargon

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Sie versprachen mehr Geld für Kinder und ein niedrigeres Rentenalter - doch nach ihrem Wahlsieg nahmen Polens Regierende stattdessen das Verfassungsgericht ins Visier.

Damit brachten sie Menschenrechtler und hochrangige Juristen gegen sich auf. Viele fürchten einen autoritären Führungsstil der Nationalkonservativen PiS. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn etwa sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters: "Die Entwicklung in Warschau erinnert leider an den Kurs, den auch diktatorische Regime gegangen sind."

Ganz anders sieht das die rechtskonservative AfD. Es sei Sache der Polen und nicht der Europäischen Union "zu entscheiden, wie ihr Verfassungsgericht aussieht", sagte der stellvertretende Partei-Sprecher Alexander Gauland am Dreikönigstag in einer Rede zum Wahlkampfauftakt der AfD in Stuttgart. Darüber berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Gleiches gelte für das Thema Zuwanderung. Dafür greift Gauland in seiner Rede sogar zu Rhetorik, die an dunkle Zeiten erinnert. Im Nazi-Jargon führt er aus: "Es ist die Sache der Polen zu entscheiden, wie viele Flüchtlinge sie in ihrem Volkskörper haben wollen."

Es ist nicht das erste Mal, dass der AfD-Parteisprecher mit ähnlichen Äußerungen auffällt. Völkische Belange sind ein beliebtes Thema einiger Hardcore-Rechter der Partei.

Auf einer Demo in Erfurt sagte Gauland zum Beispiel: "Es wird Zeit, dass wir das Schicksal des deutschen Volkes, damit es ein deutsches Volk bleibt, aus den Händen dieser Bundeskanzlerin nehmen."

Und auf einer Demo in Berlin im November verglich Gauland Flüchtlinge mit Barbaren. Er warnte vor einer Völkerwanderung nach Deutschland, die mit dem Untergang des Römischen Reiches vergleichbar sei, "als die Barbaren den Limes überrannten".

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