POLITIK
07/01/2016 12:24 CET | Aktualisiert 07/01/2016 16:14 CET

Paris: Polizei findet IS-Bekennerschreiben

Nach und nach werden immer mehr Informationen zum Angreifer von Paris klar. Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass bei dem von der Polizei erschossenen Mann ein Papier mit einer Fahne des Islamischen Staats und ein auf Arabisch verfasstes Bekennerschreiben gefunden wurden.

Am Vormittag hatte die französische Agentur AFP von Schüssen vor einem Kommissariat im Norden von Paris berichtet. Ein bewaffneter Mann soll "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen und versucht haben, am Eingang des Kommissariats einen Beamten zu attackieren, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag.

Nach Informationen des Fernsehsenders iTélé wurde der Mann getötet, der mit einem Messer bewaffnet war. Möglicherweise trug der Angreifer aber auch einen Sprengstoffgürtel. Das sagte ein Sprecher des französischen Innenministeriums im Sender BFMTV. Mehrere französische Medien berichten jedoch, dass es eine Attrappe gewesen sei. Eine Bestätigung von offizieller Seite gab es zunächst nicht.

Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Die Polizei hat die Station mittlerweile abgesperrt:

Vor genau einem Jahr, am 7. Januar 2015, hatten islamistische Terroristen die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris angegriffen und zwölf Menschen ermordet. Bei Attacken auf eine Polizistin und auf einen jüdischen Supermarkt an den beiden folgenden Tagen kamen fünf weitere Menschen um. Die insgesamt drei Angreifer wurden getötet.

Seither ist Frankreich in Alarmbereitschaft. Dennoch erschütterte im November eine weitere islamistische Terrorwelle Paris und kostete 130 Menschen das Leben. Noch immer gilt der Ausnahmezustand. Tausende Sicherheitskräfte sollen für Schutz sorgen.

Mit dpa-Material

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