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Er war sein ganzes Leben in Ketten. Wie er auf seine Rettung reagiert, ist berührend

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Bandit verbrachte sein ganzes Leben auf wenigen Quadratmetern. Er siechte in einem engen Stall vor sich hin. Er konnte sich kaum bewegen, geschweige denn herumtollen. Er konnte nie frisches Gras von einer Weide essen.

Bis ihn ein junger Mann an seiner Anbindehaltung entdeckt. Der Bulle sah ihn kläglich an und leckte seine Hand. Nach diesem eindrücklichen Erlebnis konnte der Mann nicht mehr schlafen, weil ihn das Schicksal des Tieres so sehr bewegte.

Der junge Mann heißt Christian und ist für das „Gut Aiderbichl“ im österreichischem Salzburg tätig – ein Gnadenhof, auf dem Tiere leben, die aus Notsituation gerettet wurden.

Christian entschloss sich, den Stier zu retten. Er postete die Geschichte auf Facebook, woraufhin sich Paten meldeten, die ihn dabei unterstützen wollten.

Im Video könnt ihr sehen, wie Bandit auf seine Rettung reagiert. Es sind Szenen, die nahelegen, wie sehr die Tiere in typischen Stallanlagen leiden und wie wenig es ihrer sozialen Natur entspricht, unter diesen Bedingungen zu leben.

Das Schicksal von dem Bullen Bandit ist kein Einzelfall, sondern die Regel in deutschen Ställen. Laut Albert-Schweitzer-Stiftung werden in Deutschland insgesamt 12,7 Millionen Rinder gehalten – darunter rund 2 Millionen Mastrinder.

Bandit genießt auch heute noch sein neues Leben in Freiheit. Am Wochenende nimmt er regelmäßig an der Parade geretteter Tiere teil. Das berichtet „Gut Aiderbichl“ auf seiner Webseite.

aiderbichl

Wer die Arbeit des Gnadenhofs unterstützen möchte, kann online spenden oder Pate eines geretteten Tieres werden.

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