POLITIK
06/01/2016 04:03 CET | Aktualisiert 06/01/2016 09:49 CET

Seit heute besitzt Kim Jong Un eine schreckliche neue Waffe

Getty
Seit heute besitzt Kim Jong Un eine schreckliche neue Waffe

Nordkorea hat nach eigenen Angaben einen weiteren Atomtest ausgeführt. Dabei sei eine Wasserstoffbombe getestet worden, meldete das Staatsfernsehen am Mittwoch. Es bezeichnete die Aktion als einen "perfekten Erfolg". nordkoreanischen Hauptanlage für Atomtests registriert. Schon im Dezember hatte der Diktator behauptet, dass sein Land erfolgreich in der Produktion der Wasserstoffbombe gewesen sei:

Die Ankündigung wird zu außenpolitischem Ärger führen. Mit der Mitteilung Pjöngjangs dürften sich dessen ohnehin angespannten Beziehungen zum Westen verschlechtern und neue UN-Sanktionen gegen das Land folgen. Seit der Machtübernahme von Kim Jong Un im Jahr 2011 hat das Land seine aggressive Rhetorik gegenüber den USA und Südkorea verschärft.

Eine Wasserstoffbombe gilt als weitaus zerstörerischer als eine klassische atomare Bombe. Sie ist jedoch auch schwieriger herzustellen. Anders als klassische Atombomben entsteht die verheerende Wirkung von Wasserstoffbomben nicht durch Kernspaltung (Fission), sondern durch Kernfusion. Um diese Fusion auszulösen, wird jedoch sehr viel Energie benötigt - die die Bombenbauer durch eine klassische Kernspaltung freisetzen.

Nordkorea soll über eine Handvoll von rudimentären Nuklearbomben verfügen. Seit Langem bemüht sich die kommunistische Führung um ein Arsenal atomar bestückter Sprengköpfe, die auf einer Rakete mit einer Reichweite bis zum Festland der USA angebracht werden können. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten befürchten, dass Nordkorea diesem Ziel mit jedem weiteren Atomtest näherkommen könnte.

Am frühen Mittwochmorgen hatte die US-Erdbebenwarte ein Erdbeben gemeldet. Die seismische Aktivität hatte eine Stärke von 5,1 auf der Richter-Skala. Ein Vertreter der Wetterbehörde in Seoul sprach von einem künstlichen Erdbeben, das nach Analysen der seismischen Wellen registriert worden sei.

Der Erdstoß habe sich 49 Kilometer nördlich des Bezirks Kilju im Nordosten Nordkoreas ereignet. In der Region befindet sich die wichtigste Atomtestanlage des Landes. Dort ließ die kommunistische Führung auch alle früheren Nukleartests ausführen, zuletzt im Februar 2013.

Mit Material der AP

Auch auf HuffPost:

Verdacht fällt auf Nordkorea: Wie kommen die Geisterschiffe mit Leichen an Japans Küsten?

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.