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05/01/2016 22:22 CET | Aktualisiert 18/01/2016 16:00 CET

Die Formel zum Glücklichsein: Ein Forscher erklärt, worauf es im Leben wirklich ankommt

Brand New Images via Getty Images
Glück macht glücklich!

Wie wird man eigentlich glücklich? Einer, der es wissen muss, ist der Däne Meik Wiking vom Happiness Research Institute. Das unabhängige Institut aus Kopenhagen geht der Frage nach, warum manche Gesellschaften glücklicher sind als andere. Im Gespräch mit der Website "Collectively" verriet Glücksexperte Wiking seine ganz persönlichen Definition von Glück.

Laut Meik Wiking gibt es verschiedene Dimensionen von Glück: Subjektives Wohlbefinden, Zufriedenheit oder Lebensqualität. "Ersteres ist die kognitive Dimension: Du machst einen Schritt zurück und bewertest dein bisheriges Leben", sagt Wiking. Dann gebe es die gefühlsbedingte Dimension. "Diese Dimension ist sehr unbeständig, dabei geht es darum, wie wir unseren Alltag und unsere Stimmungen durchleben."

Die dritte Dimension sei "das uralte griechische Selbstverständnis von Zufriedenheit, Eudaimonie", erklärt Wiking. Eudaimonie, ein Begriff aus der antiken Philosophie, bezeichnet das Streben nach einem gelungenen und zufriedenen Leben.

Glück hat viele Gesichter

Schenkt man dem "World Happiness Report" der Uno Glauben, gibt es verschiedene gemeinsame Nenner von Glück: Etwa eine gesunde Lebenserwartung, ein zufriedenstellendes politisches System samt geringer Korruption oder das Gefühl, sich sein Leben selbst aussuchen zu können.

Studien würden zudem die Vorzüge von glücklichen Arbeitnehmern belegen: Sie sind produktiver, kreativer und können besser im Team arbeiten. Viking ist sich sicher: "Glück ist zwar kein Heilmittel gegen Krankheiten, aber Glück sorgt dafür, dass gesunde Menschen gesund bleiben".

In Nordeuropa lebt sich's besonders gut

Andere Studien kommen zum Ergebnis, dass die glücklichsten Europäer in Skandinavien leben. Der Glücksforscher ist überzeugt, dass dies mit dem nordeuropäischen Sozialsystem zusammenhängt: Das nordische System eigne sich "perfekt, extremem Unglück vorzubeugen".

Vergleiche man etwa Dänemark mit den USA, gebe es bei Menschen "mit höherem oder mittlerem Einkommen keine großen Unterschiede beim Glück", so Wiking.

Doch wirft man einen Blick auf die Geringverdiener, würden sich zwischen Skandinavien und den USA große Unterschiede auftun: "Ein überdurchschnittliches Gesundheitssystem, freie Schul- und Universitätsbildung sowie eine großzügige Arbeitslosenunterstützung, also all das was die nordeuropäischen Länder ihren Einwohnern bieten, würde seinen Teil zu einer zufriedenen Bevölkerung beitragen."

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