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02/01/2016 10:26 CET | Aktualisiert 02/01/2016 10:26 CET

Terror-Angst: Polizei verstärkt ihre Präsenz in München

dpa

Nach der Terrorwarnung der Silvesternacht in München wird die Polizei vorerst verstärkt Präsenz zeigen. Trotz der offiziellen Entwarnung wird auch am Samstag und Sonntag ein hohes Aufgebot an Polizisten in der bayerischen Landeshauptstadt herrschen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Zwei Tage nach der Terrorwarnung wertet die Polizei nun Hinweise aus der Bevölkerung aus. Es seien ernst zu nehmende Hinweise eingegangen, die in den kommenden Tagen kriminalpolizeilich abgearbeitet würden, teilte der Sprecher mit.

Am Silvesterabend war in München eine Terrorwarnung des BKA eingegangen. Attentäter planten für die Zeit um Mitternacht Anschläge am Hauptbahnhof und/oder am Pasinger Bahnhof, hießt es in dem Hinweis. Beide Bahnhöfe wurden daraufhin geräumt. 550 Polizisten waren im Einsatz, darunter Spezialkräfte des Unterstützungskommandos USK.

Zuvor war eine Warnung des französischen Geheimdienstes eingegangen. Der gab die Information, dass für die Zeit um Mitternacht ein Anschlag in München geplant sei. am 31. Dezember an die deutschen Kollegen weiter. Laut “Süddeutscher Zeitung”, WDR und NDR erhielt das BKA bereits spätestens am Tag vor Heilig Abend von den französischen Kollegen erste Informationen über Anschlagspläne für die beiden Bahnhöfe. Ein genauer Zeitpunkt sowie Details zu den Verdächtigen waren da noch nicht bekannt. Das BKA hielt die Terrorwarnung zunächst für unwahrscheinlich.

Am Freitagmittag hatte der bayerische Innenminister Joachim Hermann Entwarnung gegeben. Er sagte, es gebe gegenwärtig keine konkrete Anschlaggefahr mehr. Die Ermittlungsergebnisse sind bisher überschaubar. Die Polizei fahndet nach fünf bis sieben potenziellen Attentätern aus dem Irak und Syrien, weiß aber nicht, wo sie sich aufhalten - und kann auch nicht mit Sicherheit sagen, dass es die Verdächtigen überhaupt gibt.

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