POLITIK
01/01/2016 07:31 CET | Aktualisiert 01/01/2016 12:00 CET

14 Gründe, warum wir uns auf 2016 freuen sollten

Thinkstock
Feuerwerk über der Copacabana in Rio de Janeiro, Brasilien

Es gibt nicht wenige Menschen, die sorgenvoll in das neue Jahr blicken: Flüchtlingskrise, Rechtsextremismus und die schwierige Lage in der EU werden uns auch 2016 beschäftigen.

Doch es gibt auch gute Gründe, optimistisch nach vorn zu schauen. Die Huffington Post nennt zwölf Gründe, warum man sich auf das neue Jahr freuen kann.

1. Viele Deutsche werden Steuern sparen

Der Grundfreibetrag wird zum 1. Januar 2016 um 180 Euro auf 8652 Euro für Unverheiratete erhöht, für gemeinsam veranlagte Ehepaare gilt der doppelte Satz. Erst oberhalb dieser Schwelle werden Einkommen besteuert. Zusätzlich wird auch der Kinderfreibetrag um 96 Euro für jedes Kind auf nunmehr 7248 Euro erhöht. Für eine Familie mit zwei Kindern sinkt damit das zu versteuernde Einkommen um 552 Euro.

Leider steigen gleichzeitig jedoch auch die Krankenkassenbeiträge um 0,2 Prozent, sodass ein Teil der Steuersenkung gleich wieder verloren geht.

2. Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch

Mit dem historischen Klimaabkommen von Paris haben sich erstmals alle 195 Staaten dem Klimaschutz verpflichtet. Obwohl der Vertrag erst 2020 in Kraft tritt, stehen die Chancen gut, dass bereits 2016 ein wenig grüner wird: Laut dem Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft ist der Anteil der erneuerbaren Energien bereits im letzten Jahr deutlich angestiegen.

3. "House of Cards" ist zurück

Im März startet Frank Underwood in den Wahlkampf – schon jetzt hat die Anzeigenkampagne zum Start der vierten Staffel begonnen, die erahnen lässt, dass die Macher von "House of Cards" sich an den real existierenden Präsidentschaftswahlkampf andocken wollen. Deutsche Serienfans können sich dieses politische Schauspiel zeitnah über ein Sky-Abo oder Serienpässe bei Plattformen wie iTunes anschauen – Netflix-Abonnenten müssen noch sechs Monate warten.

4. Die Homo-Ehe kommt nach Deutschland

Im letzten Jahr hatten sich diverse Länder für die Gleichstellung homosexueller Paare entschieden, darunter die USA und Irland. Auch in Deutschland tut sich etwas: Zumindest in Berlin sollen ab dem Frühjahr 2016 gleichgeschlechtliche Ehen bei evangelischen Trauungsgottesdiensten vollständig gleichgestellt werden.

5. Das Bafög steigt kräftig an

Studenten, die bereits von zu Hause ausgezogen sind, können sich ab Herbst über eine kräftige Bafög-Erhöhung freuen. Der Regelbedarf steigt von 597 Euro pro Monat auf 649 Euro.

merkel

Angela Merkel

6. Deutschland erlebt einen Super-Wahltag

Der 13. März könnte richtungsweisend für das politische Klima der kommenden Jahre werden: An diesem Tag finden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Zum einen wird es spannend, ob die immer mehr ins Völkische abdriftende AfD aus den diffusen Ängsten der Bevölkerung Kapital schlagen kann.

Auf der anderen Seite könnte gerade die CDU vom Einzug der AfD in die Landtage profitieren. Denn in diesem Fall reicht es mit hoher Wahrscheinlichkeit weder für Rot-Grün noch für Rot-Rot-Grün. Und sollte Julia Klöckner (CDU) in Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin werden, könnte sie sich dadurch als Nachfolgerin von Kanzlerin Angela Merkel empfehlen.

7. Es gibt deutliche Fortschritte in der Krebstherapie

An keiner anderen Krankheit wird so viel geforscht, wie an Krebs - und das zeigt 2016 Auswirkungen. Bis zu 20 neue Krebs-Medikamente sollen dieses Jahr auf den Markt kommen. Hoffnungen erweckt außerdem die Immuntherapie, die letztes Jahr bei der größten Krebsveranstaltung der Welt in Chicago vorgestellt wurde. Das Pharmaunternehmen Roche investiert ab 2016 massiv in das lang ersehnte Verfahren und könnte schon nächstes Jahr ein entsprechendes Medikament auf den Markt bringen.

8. Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf verspricht Spannung

Bei den Republikanern liegt derzeit Donald Trump in den Umfragen weit vorne. Ob er diesen Vorsprung halten kann, wird sich jedoch erst zeigen, wenn Ende Januar die Vorwahlen beginnen. Bei den Demokraten liegt Hillary Clinton vorn. Paradoxerweise jedoch trauen die Wähler eher ihrem Konkurrenten Bernie Sanders zu, gegen Trump zu punkten. Die Wahl des Nachfolgers oder der Nachfolgerin von Barack Obama findet Anfang November statt.

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Donald Trump

9. Das Ende der Roaming-Gebühren naht

Ab dem 30. April dürfen Telefonate aus dem EU-Ausland nur noch fünf Cent pro Minute teurer sein, als dies in Deutschland der Fall wäre. Pro SMS gilt ein Maximalaufschlag von zwei Cent und ein Megabyte Datenvolumen darf dann nur noch fünf Cent teurer sein als in Deutschland. Das versprochene Ende der Roaming-Gebühren Mitte 2017 ist damit nicht mehr weit entfernt.

10. Die Zeichen für die deutsche Wirtschaft stehen gut

Die Deutschen erwarten für dieses Jahr steigende Einkommen und eine stabile Konjunktur. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung wird 2016 deshalb ein wirtschaftlich gutes Jahr für Deutschland. Denn laut ihren Ergebnissen hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland zum Jahreswechsel deutlich aufgehellt - ein Zeichen dafür, dass 2016 ein gutes Konsumjahr werden kann.

11. Die Frauenquote kommt

Ab dem 1. Januar tritt das Gesetz zur Frauenquote in Führungspositionen in Kraft. Wenn in 100 börsennotierten Konzernen künftig Aufsichtsratsposten neu besetzt werden, müssen so lange Frauen eingestellt werden, bis eine Quote von 30 Prozent erreicht ist. Findet sich keine passende Bewerberin, bleibt die Stelle unbesetzt.

12. Filmfans der 80er- und 90er-Jahre kommen voll auf ihre Kosten

Nicht nur, dass es Remakes von "Akte X", "Full House" und "Twin Peaks" geben wird. Auch "Rambo" kehrt zurück in die Kinos.

13. Den Deutschen geht es so gut wie nie zuvor

Im Oktober verzeichnete die Bundesrepublik ein Rekordtief in Sachen Arbeitslosigkeit: Demnach hatten 94 Prozent der Deutschen zu diesem Zeitpunkt eine Anstellung - so viele Menschen wie in keinem anderen Land der EU. Bemerkenswert ist außerdem, dass trotz Terrorbedrohung und diverser anderer Krisen das Freiheitsgefühl der deutschen Bevölkerung tendenziell steigt - das ergab der Freiheitsindex des John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung.

14. Und im Juni beginnt ein großes Fest

Erstmals wird die Fußball-Europameisterschaft mit 24 Teams ausgetragen. Damit dauert die EM in Frankreich vier Wochen. Das DFB-Team hat sich in der Qualifikation zwar nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Aber die Auslosung brachte für die Vorrunde eine machbare Aufgabe: Polen, Ukraine und Nordirland heißen die Gegner.

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