POLITIK
30/11/2015 18:16 CET | Aktualisiert 30/11/2015 19:22 CET

Wie in der Apartheid: Sächsische Eltern fordern Sonderbusse für Flüchtlinge

dpa

In der sächsischen Kleinstadt Schkeuditz fordern Eltern jetzt offenbar separate Busse für Flüchtlinge. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Der Grund: Sie wollen ihren Kindern nicht zumuten, neben Flüchtlingen zu sitzen. Eltern hätten im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig bei mehreren Bürgerversammlungen Extra-Busse verlangt, nachdem eine Mutter erzählt habe, dass sie "Angst um ihre Kinder" habe, wenn sie auf dem Schulweg den selben Bus wie die 150 im Ortsteil untergebrachten Flüchtlinge benutzen, berichtet das Blatt.

Die Eltern üben jetzt offenbar Druck auf die Stadtverwaltung aus. Sie nutzen dazu laut "Bild" eine Facebook-Gruppe ("Dölziger dürfen das").

Die Eltern haben zumindest noch keine Absage der Behörden bekommen. Eine Vertreterin der sächsischen Landesdirektion sagte dem Blatt: "Es wird im Moment von der Hausspitze geprüft, ob dort tatsächlich eine Sonderbuslinie eingerichtet wird." Entschieden habe man jedoch noch nicht.

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