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30/11/2015 11:42 CET | Aktualisiert 21/01/2018 16:54 CET

Studie: Menschen, die Energy-Drinks trinken, sind Arschlöcher

Ihr kennt bestimmt jemanden, der dauernd Energy Drinks trinkt. Und vielleicht fragt ihr euch: Wie kriegt er dieses pappsüße Zeug nur immer runter?

Wenn man einer aktuellen Studie glauben will, haben Fans von Energy-Drinks nicht nur seltsame kulinarische Vorlieben gemeinsam. Sie teilen angeblich auch bestimmte Persönlichkeitszüge.

In der Studie der University of Akron befragten die Wissenschaftler mehr als 467 amerikanische Männer zwischen 18 und 62 Jahren zu ihrer Weltanschauung und ihrem Konsum von Energy-Drinks. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 23.

Das Ergebnis: Die Männer, die an die Werbebotschaften von Energy-Drink-Herstellern glaubten, nahmen auch mehr dieser Getränke zu sich. Und sie stimmten eher Sätzen zu wie: „Der Mann sollte immer der Boss sein.“ „Homosexuelle sollten nicht heiraten.“ „Ein Mann sollte eher Actionfilme schauen, als romantische Bücher lesen.“

Ja, das klingt eindeutig homophob und frauenfeindlich.

Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Werbebotschaften der Energy-Drink-Hersteller eher auf ein extrem konservatives Publikum anziehend wirken. In den meisten Energy-Drink-Werbevideos sei ein junger Mann beim Extremsport zu sehen, begleitet von einer hübschen Frau, die ihn bewundert.

„Ich denke, die Botschaft, die bei diesen Männern ankommt, ist: Wenn du ein junger, weißer, heterosexueller Mann bist, dann sind Energy-Drinks etwas für dich“, erklärte Ronald Levant, Psychologie-Professor an der University of Akron der Huffington Post USA.

Die Werbebotschaften stärken das Bewusstsein, der Konsum von Energy-Drinks würde die Maskulinität stärken und auf Frauen attraktiv wirken. Die Beliebtheit dieser Getränke hätte laut Forscher auch mit der Unsicherheit in Bezug auf die eigene Männlichkeit zu tun.

Offensichtlich gibt sich diese Unsicherheit beim Älterwerden:

Die Teilnehmer in höherem Alter waren in der Studie für solche Botschaften nicht mehr empfänglich. Ronald Levant ist der Meinung, dass dies an einem inneren Reifeprozess liege. „Sie fragen sich nicht mehr, ob sie maskulin genug sind, also haben sie nicht mehr den Drang, sich beweisen zu müssen“, erklärte Levant.

Natürlich ist es trotzdem fragwürdig, junge Männer, die Energy-Drinks trinken, unter einen Generalverdacht zu stellen. So wurde die Studie auch nur an einer kleinen Gruppe von amerikanischen, weißen, heterosexuellen Collegestudenten vorgenommen.

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