WIRTSCHAFT
28/11/2015 16:19 CET | Aktualisiert 28/11/2015 18:15 CET

Griechische Frauen verkaufen ihren Körper für einen Big Mac

Getty

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Die Wirtschaftskrise in Griechenland treibt immer mehr junge Griechinnen in die Prostitution. Doch viele der Prostituierten in dem von Wirtschaft- und Eurokrise so arg gebeuteltem Land sind dermaßen verzweifelt und von Armut betroffen, dass sie ihren Körper für den Preis eines Big Macs verkaufen würden.

Gerade Frauen zwischen 17 und 20 Jahren würden ihre Dienste für Spottpreise anbieten. Dies geht es eine aktuellen Studie hervor, deren Ergebnisse der britischen Tageszeitung "The Independent" vorliegen.

Durch die Krise ist Sex ist Griechenland unglaublich billig

Zwar ist die Prostitution im Land legal, jedoch verfügen nur sehr wenige Bordelle über eine staatliche Lizenz. Aus diesem Grund würden sehr viele der geschätzt 18.000 Sexarbeiterinnen auf der Straße anschaffen gehen. Die Studie hat die Lebensbedingungen von 17.000 Sexarbeiterinnen untersucht.

Bedingt durch die Krise haben griechische Prostituierte zunehmend ihre osteuropäischen Konkurrentinnen verdrängt. 80 Prozent der Huren im Land sind Einheimische. Dies hat zur Folge, dass der griechische Sexmarkt im europäischen Vergleich zu den günstigsten gehört.

Sex, um die nächste Rechnung zu bezahlen

"Einige der Frauen gehen anschaffen, weil sie Hunger haben. Und dann verkaufen sie ihren Körper etwa für den Preis eines Sandwiches oder eines Käsekuchens", erklärte der griechische Soziologieprofessor Gregory Laxos im Gespräch mit der "London Times". Andere hingegen würden mit Freiern schlafen, um wichtige Rechnungen zu begleichen, Steuern zu bezahlen oder um ihre Drogensucht zu finanzieren.

"Vor der Krise musste man in Athen etwa 50 Euro für eine Prostituierte bezahlen, mittlerweile ist der Preis für eine halbe Stunde Sex auf zwei Euro gefallen", sagte Laxos der die Studie in den vergangenen drei Jahren geleitet hatte. Er ist überzeugt davon, dass sich daran, bedingt durch die katastrophalen ökonomischen Zustände in seinem Heimatland, zumindest in näherer Zukunft nichts ändern wird.

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