Ein Obdachloser sitzt mit seiner Tochter auf der Straße. Von den Passanten verlangt er DAS

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Eigentlich geht es Coby Persin verdammt gut. Als erfolgreicher Internetstar sind ihm wahre existenzielle Sorgen fremd. Für ein soziales Experiment schlüpfte der Amerikaner jedoch in die Rolle eines Obdachlosen, um zu testen, mit welcher Methode am meisten Geld zu holen ist.

Einmal verkündete sein Schild, er brauche Geld für Drogen, Gras und Alkohol. Die Leute schätzten seine scheinbar unverblümte Ehrlichkeit. Bereitwillig spendeten auffällig viele junge Menschen, sowohl Geld, als auch aufmunternde Worte.

Drogen versus Familie? Für was spenden die Menschen eher? Und warum?

Dann wechselte er seine Methode. Beim zweiten Versuch bettelte Persin nicht nur mit einem anderen Schild, auf dem nun stand, er sei alleinerziehender Vater und brauche Geld für seine Familie, sondern hatte auch noch ein kleines Mädchen - seine vermeintliche Tochter - an seiner Seite. Das Ergebnis ist schockierend.

Tatsächlich spendete kein einziger Mensch innerhalb einer Stunde dem verzweifelten Vater auch nur einen Dollar.

Es scheint, die Leute belohnen nur dann die Wahrheit, solange sie nicht allzu hässlich ist. Die größte Überraschung sollte jedoch erst noch kommen.

Verblüffende Reaktion einer anderen Obdachlosen

Am Ende des Videos geht eine Frau auf die vermeindlich obdachlose Familie zu. Sie kniet sich zu ihnen nieder, drückt Persin ein Bündel Geldscheine in die Hand mit den Worten: "Das ist alles, was ich heute verdient habe. Aber ihr braucht es viel dringender als ich." Wie sich herausstellt, geht die Frau selbst betteln. Sie fragt höflich, ob sie für die beiden noch ein Gebet sprechen darf, bevor sie weiter ihrer Wege zieht.

Daraufhin springt Persin, der offenbar einige Momente braucht, um zu verarbeiten, was da gerade passiert ist auf und klärt sie Situation auf. "Was du gerade gemacht hast, ist großartig. Du bist selbst obdachlos, aber hast uns dein Geld gegeben, obwohl du es selbst dringend brauchst."

Die, die selbst am wenigsten haben, sind am großzügigsten

"Niemand sonst hat etwas gegeben, alle anderen gingen einfach vorbei", stammelt Persin, der offenbar immer noch ergriffen von der Großzügigkeit der Frau ist. Daraufhin holt er seine eigene Brieftasche heraus und gibt ihr alles Geld, was er dabei hat. "Damit kann ich dir helfen. Weil du uns geholfen hast, obwohl du selbst kaum was hast."

Die beiden umarmen sich, während Persin der Unbekannten noch attestiert, eine Heldin zu sein. Und damit hat er vermutlich auch recht. Wahre Helden sehen eben selten wie welche aus.

Video: Was Menschen wirklich über Obdachlose denken - und deren bewegende Reaktionen

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