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26/11/2015 13:18 CET | Aktualisiert 01/12/2015 10:08 CET

„Ich fahre sehr optimistisch zum Klimagipfel, denn diesmal sind alle dabei"

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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im HuffPost Interview

Kommende Woche beginnt in Paris der zweiwöchige UN-Klimagipfel. Dabei geht es um nichts weniger als die Rettung der Welt vor dem Klimawandel. Denn die Staaten auf der ganzen Welt stoßen immer mehr klimaschädliches Kohlendioxid aus - das wiederum lässt die Temperatur auf der Erde immer weiter steigen. Forscher warnen deshalb seit Jahren vor einer Katastrophe: Dazu gehören Wassermangel, Hungerkrisen, Flüchtlingsströme. In Paris sollen sich die Staaten nun auf Wege einigen, wie die Klimakatastrophe zu verhindern ist.

Konkret geht es bei dem Klimatreffen - bei dem Tausende Diplomaten und Experten in Paris zusammenkommen - um eine neue globale Klimaschutz-Vereinbarung. Verhandelt wird eine Nachfolge des 1997 beschlossenen Kyoto-Protokolls. Damals wurden erstmalig verbindliche Werte für den Ausstoß von Treibhausgasen in Industrieländern festgelegt, um so gemeinsam gegen die Klimaänderung vorzugehen.

Deutschland - selbsternannter Vorreiter bei erneuerbaren Energie und dem Klimaschutz - wird bei dem Treffen eine entscheidende Rolle spielen. Die große Herausforderung dabei: Kurz vor Beginn der Konferenz sind die Staaten über zentrale Maßnahmen zum Klimaschutz immer noch hochumstritten.

HuffPost Herausgeber Cherno Jobatey sprach mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks über die Hintergründe und ihre Erwartungen an den Klimagipfel. bei dem im Vorfeld viele Positionen in zentralen Punkten noch auseinanderliegen.

Wir wollten zum Beispiel wissen, wie die nötigen Maßnahmen zum Klimaschutz finanziert werden können? Denn ärmere Staaten pochen auf verlässliche Zusagen und das gegebene Versprechen von 100 Milliarden Dollar ab 2020. Mit diesem Geld sollen Entwicklungsländer Maßnahmen zum Klimaschutz finanzieren.

Eine weitere entscheidende Frage: Im Vorfeld war immer wieder von Alleingängen zu hören, sogenannten Klima-Clubs, etwa einer G2, einer separaten USA-China-Einigung für den Klimaschutz. Barbara Hendricks hat dazu eine eindeutige Meinung:

Klimaschutz funktioniere nur global, also wenn alle mitmachen, sagt sie. Aufstrebende Länder betonten lange Zeit, erstmal aufholen zu müssen, Umweltschutz war eher zweitrangig.

Und Deutschland? Natürlich stellt sich auch die Frage, ob wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Klimaschutz finden laut Umfragen die allermeisten Deutschen gut - aber die Energiewende hängt an vielen entscheidenden Stellen. Auch warum Deutschland trotz dieser Tatsache als Klimaschutzvorreiter gelten kann, erklärt Hendricks im Interview.

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