LIFESTYLE
26/11/2015 12:53 CET | Aktualisiert 26/11/2015 22:07 CET

"Ich will keine Kinder": Was eine Frau nach diesem Satz erlebt, ist unfassbar

Holly Brockwell Twitter
Diese kinderlose Frau braucht einen Bodyguard. Der Grund ist unfassbar

Holly Brockwell ist eine erfolgreiche Journalistin. Eine erfolgreiche Frau, die kinderlos ist. Für den britischen Sender BBC schrieb sie vor kurzem einen Artikel über eine sehr persönliche Entscheidung. Darin beklagte sie, wie schwierig es sei, einen Termin für eine kleine Operation zu bekommen. Für eine Sterilisation.

Denn Holly möchte keine Kinder bekommen. Sie schreibt, für sie gebe es keinen emotionalen Anreiz, ein Kind auf die Welt zu bringen. Sie wäre keine gute Mutter, glaubt sie.

Doch was daraufhin passierte, hätte sich Holly vermutlich nie auszumalen getraut. Innerhalb weniger Minuten nachdem ihr Artikel "Ich will keine Kinder" veröffentlicht worden war, brach eine Welle an Hass und Beleidigungen über sie ein.

In dem Artikel schrieb sie: "Als Frau gibt es keine vier Wörter, die mehr Herablassung provozieren als: Ich will keine Kinder". Und sie sollte recht behalten.

Denn die Verachtung, mit der Menschen ihre Twitter, Instagram- und Facebook-Profile überfluteten, war schockierend. So schockierend, dass sie ihr Twitter-Profil deaktivieren musste und nach einem Besuch im Sendergebäude der BBC von einem Bodyguard eskortiert werden musste.

In einem neuen Artikel führte sie weiter aus: "Die Beleidigungen kamen von überall her. Ich hatte Nachrichten in meinem Dienst-Posteingang und in meinen privaten Mails. Sogar über LinkedIn!"

holly brockwell

Sie wurde dabei "ignorant", "eigennützig", "dumm" und "reif für die Klapse" beschrieben. Und das waren noch die netteren Kommentare.

Es gab zwar auch viele unterstützende Kommentare, aber die meisten waren tatsächlich voller Hass und sogar Gewaltandrohungen.

"Ein Mann schrieb, dass er eine Crowdfunding-Kampagne starten möchte, um mir eine Kehlkopf-Entfernung zu bezahlen. Damit ich nicht mehr reden könnte. Das hat mich sehr erschrocken", sagte Holly Brockwell.

Mittlerweile hat sie ihr Twitter-Profil wieder reaktiviert. Sie möchte den Hasskommentaren einfach keine Beachtung mehr schenken.

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