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25/11/2015 15:03 CET | Aktualisiert 24/05/2016 15:24 CEST

"Da wird einem schlecht": Peter Maffay rechnet mit Deutschland ab

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HuffPost/Wochit

Peter Maffay spricht im Interview mit “T-Online“ über Pegida, Angela Merkel und die Flüchtlingspolitik. Und er ist auch dieses Mal schonungslos offen.

"Wenn man in Dresden die Pegida-Veranstaltungen mitverfolgt, wird einem schlecht", sagt er. Dieses Debakel könne man nur verhindern, oder lindern, wenn man Aufklärung betreibt. Man sollte „diejenigen mobilisieren, die ihren Blick nach vorne und nicht nach hinten richten, wie Pegida oder rechtsradikale Organisationen das tun.“

Pegida verursacht ihm Bauchschmerzen

Die besorgten Bürger seien ohne Kontrolle, da es "keinen überparteilichen Konsens zur Flüchtlingsfrage gibt", wie er gegenüber "T-Online" erklärt. Es gäbe ja noch nicht einmal eine einheitliche Meinung innerhalb der Parteien. Da er viel in Deutschland unterwegs ist, bemerkt er die Auswirkungen, die sich ortsspezifisch stark voneinander unterscheiden.

1963 verließ Maffay als Teenager mit seiner Familie seine Heimat Rumänien. Jetzt besuchte er auch mit dem Tabaluga-Maskottchen ein Flüchtlingsheim. Dabei versuchte Peter Maffay nicht zu emotional zu werden, da seine Flucht wesentlich ruhiger war. „Ich musste nie in einem Schlauchboot sitzen und unter Lebensgefahr über’s Mittelmeer schippern“, erklärt er im Interview.

Um wirklich über Flüchtlinge reden zu können, war es dem Rockmusiker wichtig sich „vor Ort ein Bild zu machen“, sagt er zu “T-Online“. „Es gibt für jede Gesellschaft eine Belastungsgrenze, ab der sie nicht mehr in der Lage ist, ankommenden Flüchtlingen zu helfen, weil das ökonomische System kollabiert“, sagt Maffay weiter. Das, und „der Impuls aus den Tagegeschehnissen“, hat ihn zu seinem Besuch inspiriert.

In der Bild am Sonntag erklärt er Ende Oktober, dass die Leistungsgrenze der Helfer festgelegt werden muss. „Wenn wir uns da herummogeln, indem wir einfach sagen ‚Das schaffen wir schon’, "werden wir große Schwierigkeiten bekommen.

Ihm fehlt nur der Anreiz, wie die Bundeskanzlerin diese Willkommenskultur umsetzen will. Er macht die Konzepte der Regierung dafür verantwortlich, dass sich Deutschland radikalisiert, weil sie "nicht für alle Menschen schlüssig sind", schreibt "T-Online".

Menschen, die rechtsradikal sind, wurden Maffays Meinung nach dazu verführt. Eigentlich habe jeder von Geburt an ein Gerechtigkeitsgefühl. Radikale "darf man nicht sich selbst überlassen. Man muss den Mut haben, mit ihnen einen Dialog zu starten. Diese Bemühungen dürfen wir nie aufgeben."

Das ist die Zukunft?: Was WIRKLICH mit den Flüchtlingen passiert, die hier bleiben


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