WIRTSCHAFT
25/11/2015 08:43 CET | Aktualisiert 25/11/2015 10:20 CET

Warum Butter in Japan zur Mangelware wird

Getty Images/Westend61
Butter wird in Japan immer teurer.

In Japan ist Butter zum Luxusartikel geworden. Die Einzelhandelspreise für Butter dürften in diesem Winter auf Rekordhöhen steigen, wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Mittwoch berichtet. In Tokio müssten Kunden für eine 200-Gramm-Packung gesalzene Butter 434 Yen, also umgerechnet 3,30 Euro, bezahlen. Das sind vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Noch stärker gestiegen seien die Preise für ungesalzene Butter.

Grund für den Buttermangel ist unter anderem, dass der Viehbestand in Japan seit Jahren im Zuge der rasanten Überalterung der Bevölkerung abnimmt. Viele Bauern geben auf. Hinzu kommen die durch den schwachen Yen gestiegenen Futterpreise.

Butter soll importiert werden

Um die Lage auf dem Markt zu entschärfen, will die Regierung die Importbeschränkungen für private Buttereinfuhren bis Ende März lockern. Im Mai hatte sie zudem als Notfallmaßnahme beschlossen, 10.000 Tonnen Butter einzuführen.

Seit Jahren schützt der japanische Staat die einheimische Butterproduktion mit hohen Importzöllen von rund 30 Prozent. Auch im vergangenen Jahr war es zu Engpässen bei Butter gekommen. In manchen Supermärkten war der Bestand zeitweise ausverkauft, andere begrenzten den Verkauf auf eine Packung je Kunde.

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