POLITIK
25/11/2015 16:31 CET | Aktualisiert 25/11/2015 22:44 CET

In diesem Teil Europas ist die Burka jetzt verboten - wer sie trotzdem trägt, kassiert eine drastische Strafe

Frankreich hat es schon - jetzt ziehen andere Teile Europas mit einem Burkaverbot nach. So wie der Kanton Tessin in der Schweiz.

Denn jetzt hat das Parlament im Schweizer Kanton Tessin ein Verbot der Burka beschlossen, wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet. Vorangegangen war eine Volksinitiative im Herbst 2013, bei der 65,4 Prozent der Tessiner für ein Vermummungsverbot gestimmt hatten. Das gilt im übrigen auch für Hooligans und Demonstranten.

Wo es ein Verbot gibt, dort gibt es auch Strafen. Und die sind im Tessin für Burkaträgerinnen drastisch. Bis zu 10.000 (rund 9200 Euro) Franken müssen Frauen zahlen, wenn sie mit einer Burka oder einem Nikab (Gesichtsschleier) in der Öffentlichkeit erwischt werden. Ab dem Frühjahr 2016 soll das Verbot gelten, schreibt die "NZZ".

Besonders die Hoteliers sind besorgt wegen des Verbotes. Sie fürchten, dass wohlhabende Touristinnen aus dem Nahen Osten wegbleiben. Auch einen Imageschaden in muslimischen Ländern befürchten die Hotelbetreiber. Und noch ein weiteres Problem gibt es laut "NZZ": "Die Vorbereitung der Polizisten darauf, wie sie betroffene Touristinnen zur Abnahme des Schleiers und zur Bussenzahlung (Bußgeld) bewegen sollten, erweise sich als beträchtliche Herausforderung."

Sorgen müssen sich die Burkaträgerinnen wegen der hohen Strafen aber nicht. Der französisch-algerische Immobilienunternehmer Rachid Nekkaz hat angekündigt, dass er die Strafen übernehmen wird. In Frankreich hat er bis jetzt knapp 1000 Strafzahlungen aus eigener Tasche beglichen.

Auch in Deutschland wird ein Burkaverbot wahrscheinlicher. Die CSU will einen entsprechenden Antrag demnächst in den Bundestag einbringen.

Auch auf HuffPost:

Düsseldorfer Grundschule verbietet Burka und Nikab

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite