LIFESTYLE
24/11/2015 11:55 CET | Aktualisiert 26/11/2015 09:07 CET

Was diesen Sportler umgebracht hat, trinken wir fast alle jeden Tag

Deans Journey/ Facebook
Der Sportler Dean Wharmby starb an Krebs. Seine Geschichte teilte er nun im Netz.

Ambitionierte Sportler trainieren jeden Tag. Diszipliniert folgen sie einem strengen Ernährungsplan und tun alles, um in Form zu bleiben. Dean Wharmby ist einer von ihnen. Ein Bodybuilder mit Herz und Blut. Täglich trainiert er mehrere Stunden, für den Muskelaufbau nimmt er ganze 10.000 Kalorien zu sich. Um diese immense Menge an Kalorien zu schaffen isst Dean Fastfood, für den Proteinbedarf eiweißreiche Nahrung. Ein Sportler muss wachsam und konzentriert sein. Darum trinkt er zusätzlich Energydrinks. Bis zu zwei dieser Dosen pro Stunde.

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Doch eines Tages entdecken die Ärzte bei einer Untersuchung ein Geschwür im Körper des Sportlers. Eine Chemotherapie lehnt er jedoch ab. Er setzt auf natürliche Mittel zur Therapie. Am Anfang scheint es, dass die Therapie erfolgreich ist. Der Tumor wird kleiner und verschwindet komplett.

Der sportliche Mann teilt seine Geschichte auf Facebook dean wharmby krebs tod

Doch der Krebs kehrt in Form eines riesigen Tumors zurück. Das fortgeschrittene Stadium der Erkrankung macht eine Operation unmöglich. Da Dean eine Chemotherapie immer noch ablehnt, erhält er eine düstere Diagnose: Die Ärzte geben ihm nur noch ein halbes Jahr zu leben.

Um ihren Mann auf seiner letzten Reise zu begleiten gründet seine Frau Charlotte die Facebook-Seite "Deans Journey". Dort gibt das Paar intime Einblicke in den Alltag mit Krebs.

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Nach einem fordernden Kampf mit dem Krebs stirbt der sichtlich geschwächte Dean in den Armen seiner Frau.

Vor seinem Tod macht er eine tragische Entdeckung: Vermutlich waren es die Energydrinks, die ihn das Leben gekostet haben. Da die Getränke extrem viel Zucker enthalten, haben sie Einfluss auf die Krebszellenbildung. Der Zucker bietet den Krebszellen einen besonders guten Nährboden, sodass diese sich unkontrolliert teilen und streuen.

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Von Panikattacken bis Herzversagen - So gefährlich sind Energy-Drinks wirklich

Wie tödlich sind Energy-Drinks wirklich? Der Fall Dean Wharmy wirft Fragen nach den gesundheitlichen Risiken dieser Aufputschmittel auf. Können die Getränke womöglich sogar Krebs auslösen oder zumindest stark begünstigen?

Fakt ist: Jugendliche und Erwachsene greifen häufig zu Energy-Drinks, um fitter und konzentrationsfähiger zu sein. Hergestellt werden die Wachmacher unter anderem aus Zucker, Koffein und Zusatzstoffen wie Taurin, Inosit und Glucuronolacton. Eine übliche 250-ml-Dose enthält 27 Gramm Zucker. Das ist bereits die Hälfte des empfohlenem Tagesbedarfs an zugesetztem Zucker.

Bernhard Url, der Direktor der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt vor den Folgen eines übermäßigen Konsums: „Erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutdruck, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzversagen und dazu kommen noch Wirkungen auf das zentrale Nervensystem; angefangen bei milderen Effekten, Nervosität, Zittern, Schlaflosigkeit – bis hin zu Panikattacken.“

Bei Dean Wharmby hat sein exzessiver Konsum zu einer Ausbreitung der Krebszellen geführt. Wir sollten aus seiner traurigen Geschichte lernen, denn Sport alleine ist noch lange keine Basis für einen nachhaltig gesunden Lifestyle.

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