POLITIK
24/11/2015 10:13 CET | Aktualisiert 24/11/2015 11:48 CET

"Bombenbastler" Ahmed Mohamed: Familie fordert Millionen-Entschädigung

ASHRAF SHAZLY via Getty Images
Ahmed Mohamed (14) fordert jetzt 15 Millionen Dollar von seiner Schule.

Stolz zeigte Ahmed Mohamed seiner Lehrerin eine selbstgebaute Uhr - das veränderte das Leben des 14-Jährigen: Denn die Pädagogin befürchtete hinter dem Werk eine Bombe und rief die Polizei. Der Junge wurde in Handschellen abgeführt. Der dunkelhäutige Junge muslimischen Glaubens wurde auch als Opfer rassistischer Polizeiarbeit dargestellt.

Jetzt erwägt die Familie eine Klage und fordert vor allem eine Entschuldigung von den Behörden. Man verlange unter anderem eine öffentliche Stellungnahme von Bürgermeister und Polizeichef der Stadt Irving, zitierte der Anwalt der Familie aus einem entsprechenden Brief, wie die Zeitung "Washington Post" berichtete. Gleichzeitig warnten die Anwälte, die Familie erwäge eine 15-Millionen-Dollar-Klage, also in Höhe von rund 14 Millionen Euro.

Die Familie, die aus dem Sudan stammt, ist inzwischen nach Katar gezogen. Nach ihrem Wegzug aus den USA sei der Familie zunehmend klar geworden, wie sehr sie durch die Ereignisse um die Festnahme des 14-Jährigen traumatisiert worden sei, so die Erklärung. Er selbst sagte in einem Interview, es sei hart, als Muslim in den USA aufzuwachsen. Obama lud ihn daraufhin ins Weiße Haus ein, auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bot ihm an, bei Facebook vorbeizuschauen.

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