POLITIK
21/11/2015 08:02 CET | Aktualisiert 21/11/2015 11:30 CET

Höchste Terrorwarnstufe für Brüssel: Konkrete Hinweise auf Terroranschlag in Belgien

dpa

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UPDATE 11.30 Uhr: In Belgien gab es konkrete Hinweise auf einen geplanten Anschlag von Terroristen mit Waffen und Sprengstoff. Das sagte der belgische Premierminister Charles Michel nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga am Samstag.

Diese Informationen über eine unmittelbare Gefahr seien der Grund dafür gewesen, die Terrorwarnstufe für die Hauptstadt Brüssel auf das höchste Niveau vier anzuheben. Die belgische Regierung beriet am Samstag in Brüssel über weitere Sicherheitsmaßnahmen. Details nannte Michel zunächst nicht.

Er rief die Bevölkerung auf, nicht in Panik zu geraten. Die nötigen Maßnahmen seien getroffen worden.

Belgien ist im Ausnahmezustand. Nach einer "neuen Überprüfung" der Lage hatte das Land die Terrorwarnung für die Hauptstadt Brüssel auf die höchste Stufe gehoben. Es gebe eine "unmittelbare" und "sehr ernste Bedrohung" für den Raum Brüssel, erklärte das nationale Krisenzentrum Ocam am Samstagmorgen.

Auf Empfehlung der Behörden stoppte Brüssel am Samstagmorgen den gesamten U-Bahn-Verkehr. Die Metro habe am Morgen nicht geöffnet, sagte die Sprecherin des Verkehrsbetreibers STB, Françoise Ledune, am Samstagmorgen im belgischen Radio RTBF. "Die Metro bleibt geschlossen bis zum Ende des Betriebs." Ob die U-Bahnen am Sonntag wieder in Betrieb genommen werden, konnte sie noch nicht sagen.

Bürgern wird geraten, große Menschenmengen wie bei Konzerten oder in Bahnhöfen zu meiden. Die Bedrohungslage erfordere "besondere Sicherheitsmaßnahmen sowie detaillierte Empfehlungen an die Bevölkerung" in Brüssel, erklärte das Krisenzentrum, das zum Innenministerium gehört.

Die belgischen Behörden kündigten an, später am Samstag weitere Informationen bekanntzugeben. Bis dahin werde nichts mitgeteilt, um "laufende Ermittlungen" nicht zu behindern.

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