POLITIK
20/11/2015 10:59 CET | Aktualisiert 23/11/2015 12:19 CET

Mit dieser Aussage sorgt CDU-Mann Spahn für Koalitions-Zoff

Bislang waren die rhetorischen Scharfmacher in der Union vor allem in der CSU zuhause. Das ist vorbei. CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat Heftiges von sich gegeben.

Deutschland müsse „Bereitschaft zur Härte“ zeigen und „unschöne Bilder“ ertragen – die von schreienden Kindern und Frauen bei Abschiebungen etwa, polterte am Donnerstag CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn. Für den Staatssekretär im Bundesfinanzministerum ist klar: „Nur so wird die ehrliche Botschaft auf dem Balkan und in der Welt ankommen, dass nicht jeder in Deutschland und Europa bleiben kann.“

Es war ein klares Signal in Richtung der Christsozialen. Nicht zufällig gewählt: Denn an diesem Freitagabend spricht Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel beim Parteitag der Schwesterpartei in München.

Doch es war die Antwort des dritten Koalitionspartners, die nicht lange auf sich warten ließ. Bei der SPD ist man erzürnt über Spans Äußerungen. Dieser wolle „zur Abschreckung weinende Frauen und schreiende Kinder bei Abschiebungen sehen #Fail“, twitterte SPD-Vize Ralf Stegner noch gestern Abend.

Und auch andere SPD-Politiker sind pikiert über Spahns Forderung und vor allem seine Wortwahl. Das Klima in der großen Koalition könnte schon bald rauer werden, meint ein Sozialdemokrat.

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