ENTERTAINMENT
20/11/2015 19:17 CET | Aktualisiert 26/11/2015 13:41 CET

Mitarbeiter erheben schwere Vorwürfe gegen Brainpool

dpa

Der TV-Rückzug von Stefan Raab traf sie am Härtesten: Die 80 Mitglieder der Produktionsfirma Brainpool. Zum Jahresende will der Entertainer endgültig aufhören - und dann sollten auch sie alle entlassen werden.

Doch so einfach wird Brainpool seine Ex-Mitarbeiter nicht los. Ein Gericht entschied jetzt, dass mindestens zwei der 80 Kündigungen unwirksam sind, weitere 38 Fälle werden in den nächsten Monaten verhandelt.

Es war wohl nicht erkennbar, warum die Arbeit der Mitarbeiter nicht mehr gebraucht würde. Nur weil die Raab-Produktion ausfiele, könne man nicht einfach dauerhaft kündigen, ließ die Vorsitzende Richterin wissen. Bei den beiden Kündigungen, die jetzt für unwirksam erklärt wurden, geht es um einen Archivar und einen Lohnbuchhalter. Aber auch in anderen Fällen hat die Richterin Zweifel, über die Rechtsmäßigkeit der Kündigungen.

Die Mitarbeiter sind sauer. „Es ist ziemlich schändlich, wie die Geschäftsführung versucht, die Arbeitnehmer los zu werden“, sagte ein Cutter der "dpa". "Und das nachdem wir ohne Ende für euch gearbeitet haben". Die Brainpool-Mitarbeiter im Gerichtssaal wurden von der Richterin mehrfach zur Ordnung gerufen, weil sie mehrfach klatschten und laut lachten. Die Richterin erinnerte deshalb die TV-Mitarbeiter: "Wir sind hier nicht in einer Fernsehsendung".

Brainpool bleibt weiter stur. Ohne Stefan Raab hätte die Produktionsfirma schlicht keine Aufträge mehr, ließ Geschäftsführer Andreas Scheuermann wissen. Die Empfehlung der Richterin, den Mitarbeitern eine Abfindung anzubieten, lehnte die Firma allerdings auch ab.

Mit Informationen von dpa

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