POLITIK
20/11/2015 08:09 CET

Nach Vandalismus in Moschee: Ein kleiner Junge tut etwas Großartiges

Es sah schlimm aus. Der Koran lag zerfetzt herum, verschmiert mit Fäkalien. Am Montagmorgen, drei Tage nach den Terroranschlägen in Paris, hat eines der Mitglieder des Islamischen Zentrums der Stadt Pflugerville in Texas die Moschee so vorgefunden.

Einem kleinen Jungen ging das offenbar sehr zu Herzen. So berichtet es der US-Sender ABC. Der 7-jährige Jack leerte sein Sparschwein, in dem er mit seiner Mutter, die ebenfalls keine Muslimin ist, Pennys gesammelt hatte, im Wert von 20 Dollar. Und schenkte es der Moschee.

Die Gemeinde freut sich darüber sehr. „Jacks 20 Dollar bedeuten uns so viel wie 20 Millionen Dollar, weil für uns der Gedanke zählt“, zitiert ABC Faisal Naeem aus dem Moschee-Vorstand.

Woher kam der Hass? Ob der Vandalismus eine Reaktion auf die von islamistischen Terroristen begangenen Anschläge von Paris sind, ist offenbar noch nicht klar. Naeem wolle erst einmal abwarten, was die Polizei herausfinde. Allerdings ist er frustriert, weil nach solchen Anschlägen Muslime oft unter Generalverdacht gestellt würden.

Letztlich soll an der Moschee kein Schaden entstanden sein. Lediglich die Reinigungskosten von 150 Dollar fallen an.

Die Geschichte mag eine Randerscheinung sein, eine kleine Geste. Aber eine wichtige: Denn den IS-Terroristen geht es unter anderem darum, Muslime und Nicht-Muslime zu Feinden zu machen. Und so entfalten eben solche kleinen Gesten der Freundschaft eine besondere Kraft.

Nicht nur in Pflugerville. Denn die Geschichte geht um die Welt.

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