Goji-Beeren sind ein Superfood für mehr Power

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Goji-Beeren können auch mit Wasser aufgebrüht als köstlicher Tee genossen werden. | shutterstock
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In der traditionellen chinesischen Medizin sind Goji-Beeren aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften seit Jahrhunderten bekannt. Mittlerweile hat auch der Westen das Potenzial der Beere erkannt und sie zu einem neuen Superfood gekürt.

Der offizielle botanische Name der Goji-Beeren, die auch als (Chinesische) Wolfsbeere, Glücksbeere oder Bocksdorn weltweit bekannt sind, lautet Lycium barbarum.

Seit die Beere als Superfood neu entdeckt wurde, hat sich der Name Goji-Beeren eingebürgert, der sich von der chinesischen Bezeichnung "Ningxia Gouqi" ableitet. Während der Bocksdorn seit Jahrhunderten in Deutschland eher unbeachtet in der Natur wuchs, wussten die Chinesen schon früh um die gesunde Wirkung der Goji-Beeren: Sie stellen aus den getrockneten Beeren einen Absud her, der das Immunsystem stärkt, Bluthochdruck und einen hohen Blutzuckerspiegel senkt, Augenprobleme heilt und sogar die Spermienproduktion anregen soll.

Was ist dran an der Heilkraft der Goji-Beeren?

Mittlerweile beschäftigt sich auch die westliche Wissenschaft mit der Goji-Beere, um ihren Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Tatsächlich stecken die kleinen roten Früchtchen voller wichtiger Nährstoffe wie den Vitaminen B1 und B2, C und E, Eisen, Kupfer und Magnesium sowie verschiedenen Aminosäuren, essentiellen Fettsäuren und Polysacchariden. Bei Letzteren handelt es sich um komplexe Kohlenhydrate, die das Herz-Kreislauf-System stärken und das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle mildern.

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, warum Goji-Beeren in der traditionellen chinesischen Medizin bei Augenproblemen eingesetzt werden: Sie enthalten größere Mengen Lutein, das gemeinsam mit Zeaxanthin eine wichtige Rolle beim Sehen spielt.

Auch zur Vorbeugung von Leberkrebs und Leukämie können Goji-Beere unterstützend wirken. Bei Chemotherapieen sollen die Inhaltsstoffe der Beere Nebenwirkungen mindern, so Forscher.

In weiteren wissenschaftlichen Studien konnte der positive Einfluss des Luteins bei der Vorbeugung von altersbedingter Makuladegeneration und Grauem Star (Glaukom) nachgewiesen werden.

Eine Studie hat auch herausgefunden, dass der tägliche Verzehr das subjektive Wohlbefinden fördern kann.

Wie werden Goji-Beeren am besten verzehrt?

Eine Tüte getrockneter Goji-Beeren aus dem Handel kann einfach als gesunder Snack dienen. Dies ist besonders praktisch für alle Naschkatzen, die zum Beispiel am Arbeitsplatz immer wieder gerne in eine Tüte Süßigkeiten greifen.

Auch können Goji-Beeren, wie in der TCM üblich, mit Wasser aufgebrüht und mit etwas Honig oder Zucker als köstlicher Tee genossen werden. Zusätzlich finden die Beeren in unterschiedlichsten Gerichten Verwendung: als Teil eines bunten Salates oder morgens ins Müsli gerührt, in Keksen gebacken oder als Teil einer Bolognese-Sauce.

Da die empfohlene Tagesdosis bei maximal 30 Gramm liegt, sollten die Beeren jedoch sparsam eingesetzt werden.

Worauf ist beim Verzehr von Goji-Beeren zu achten?

In Übermaß genossen, können Goji-Beeren abführend wirken. Mediziner warnen außerdem vor dem Verzehr von Goji-Beeren, wenn gleichzeitig blutverdünnende Vitamin-K-Antagonisten eingenommen werden. Die Inhaltsstoffe der Beeren können deren Wirkung verstärken und so das Blutungsrisiko erhöhen.

Kann man Goji-Beeren selbst anbauen?

Goji-Beeren sind im Handel noch immer relativ teuer - und können auch durch Pestizide belastet sein, wie die Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit melden. Wer einen Garten besitzt, kann Goji-Beeren jedoch auch problemlos selbst züchten. Besonders empfehlenswert ist die Sorte "Sweet Lifeberry", die köstliche süße Früchte produziert. Nach der Ernte im September können die Früchte frisch vom Strauch geknabbert, getrocknet oder eingefroren werden.

Superfoods: Essen mit Gesundheitsversprechen: Chia, Goji, Quinoa: Das leisten die Superfoods – und das sind günstige Alternativen

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