POLITIK
18/11/2015 00:32 CET | Aktualisiert 18/11/2015 01:10 CET

Terror-Talk in der ARD: Diesen Nazi-Vergleich bei "Maischberger" hat fast niemand mitbekommen

ARD

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Gepanzerte Fahrzeuge, schwer bewaffnete Polizisten, Evakuierungen - nach den Anschlägen von Paris war am Dienstagabend Hannover für einige Stunden der neue Ort des Schreckens.

Auch wenn der Vergleich zu den tragischen Vorfällen in Frankreich hinkt: Es scheint, als sei die Terrorgefahr für viele Deutsche nach der vorsorglichen Absage des Fußball-Spiels zwischen Deutschland und deN NiederlandeN an diesem Abend ein Stück näher gerückt.

"Deutschland ist im Visier des Terrors"

Die Angst vor dem Terror - auch ein Thema im ARD-Talk bei "Maischberger" am Dienstagabend. Geladen waren unter anderem Grünen-Chef Cem Özdemir, Journalist Hans-Ulrich Jörges und CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach.

"Deutschland ist im Visier des Terrors. Es ist eine Gefahr, die uns alle bedroht", bemerkte Bosbach vor dem Hintergrund der Ereignisse, die sich wenige Stunden zuvor in Hannover abgespielt hatten.

Asylpolitik: Bosbach hat Bedenken - auch "außerhalb von Hannover"

Und der CDU-Mann stellte klar, dass er "Bedenken" habe, ob Deutschland die aktuelle Asylpolitik so fortsetzen sollte. Um nicht in den Verdacht zu geraten, die jüngsten Hinweise auf Anschläge in Deutschland für eine striktere Flüchtlingspolitik auszunutzen, fügte Bosbach noch an: Seine Forderungen seien "völlig außerhalb von Hannover" zu verstehen.

Für eine durchaus fragwürdigere Argumentation sorgte "Stern"-Journalist Jörges. Angesprochen auf mögliche Mittel, den IS-Terror zu bekämpfen, schlug er inmitten eines Wortgefechts, aber noch deutlich hörbar, vor: "Wenn wir mit Stalin in den Kampf gegen die Nazis gezogen sind, warum dann nicht mit Putin den IS bekämpfen?"

Jörges sei sich sicher, dass es mittelfristig auch Einsätze von Bodentruppen in Syrien und dem Irak geben werde, betonte er. Ob darunter auch deutsche Truppen sein würden, bezweifelte der Journalist und fügte sichtlich amüsiert an: "Wenn man sich Frau von der Leyen anschaut, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass die Bundeswehr zu nichts mehr zu gebrauchen ist."

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