NACHRICHTEN
16/11/2015 12:42 CET | Aktualisiert 22/12/2015 09:50 CET

Flavio Briatore kann Michael Schumacher nicht besuchen - aus einem ganz persönlichen Grund

Getty Images
Diese Aufnahme entstand beim großen Preis von Bahrain im März 2006: Obwohl Briatore und Schumacher für verschiedene Teams kämpfen, gratuliert der Ex-Boss seinem Schützling

Vier Jahre lang haben die beiden zusammen gearbeitet: Flavio Briatore und Michael Schuhmacher. Aber in den 17 Monaten, die sich Michael Schumacher inzwischen von seinen Verletzungen erholt, hat es Ex-Teamchef Briatore nicht übers Herz gebracht, seinen verunglückten Formel-1-Schützling zu besuchen. Jetzt spricht er über die Gründe.

“Ich habe präzise Schilderungen von Felipe Massa, der bei Michael war“, erzählt er bei einem Interview mit der “Welt am Sonntag“. Nach diesen Erkenntnissen, wollte er nicht mehr Schumacher persönlich besuchen. “Ich möchte Michael so in Erinnerung behalten, wie ich ihn kannte. Ich habe viel Zeit mit ihm verbracht, ihn sehr gemocht und bewundert. So möchte ich ihn in meinem Kopf behalten.“

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat zwei seiner WM-Titel mit Flavio Briatore im Benetton-Rennstall geholt. Von 1991 bis 1995 fuhr er dort unter der Leitung von Briatore. Insgesamt hat Schumacher über 300 Preise gewonnen.

Im Dezember 2013 dann der Schock

Nach einem Skiunfall im französischen Meribel erlitt der Weltmeister ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Direkt nach dem Unfall wurden ihm zwei Hämatome im Gehirn entfernt. Michael Schumacher lag mehrere Monate im Koma und wird seit vergangenem Herbst in seinem Haus in der Schweiz versorgt.

Briatore hat, wie viele andere Stars, direkt nach dem Unfall Genesungswünsche geäußert. Laut "Focus Online" sagte er direkt nach dem Unfall: "Dies ist einer der traurigsten Momente meines Lebens. Das ist ein Moment, in dem man beten muss. Gott möge uns Michael so bald wie möglich in gutem Zustand zurückgeben.“

Im Gespräch mit “Radio 24“ sprach Briatore im Juni letzten Jahres davon, “dass es keine Neuigkeiten gibt, sind aber sicher keine guten Neuigkeiten“. Bereits dort war klar, dass der Teamchef seinen Fahrer noch nicht persönlich getroffen hatte. Jetzt hat er in der "Welt am Sonntag" deutlich gemacht, dass er auch in Zukunft nicht ans Krankenbett von Michael Schumacher gehen wird.

Aber Briatore ist nicht der einzige ehemalige Formel-1-Vorgesetzte, der sich weigert, Schumi zu besuchen: Auch Formel-1-Boss “Bernie“ Ecclestone könne den Rennfahrer nicht besuchen, weil er ihn so nicht sehen will. Ecclestone sagte im Interview mit "Fox Sports": “Ich will Michael nicht so sehen. Ich erinnere mich an Michael, wie er war. So will ich Michael sehen.“

Erst vor wenigen Tagen hat Jean Todt, der jahrelang Teamchef von Ferrari und enger Freund Schumachers war, erzählt, dass der Verletzte immer noch kämpft. "Bild.de" zitiert ihn: "Michael war und ist ein enger Freund von mir. Seine Familie ist mir sehr nahe. Ich sehe Michael sehr oft und kann Ihnen sagen: Michael kämpft immer noch. Und seine Familie kämpft an seiner Seite!"

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Schumacher-Freund verrät: "Michael kämpft immer noch"


Michael Schumachers Karriere in Videos

Hier geht es zurück zur Startseite