"Warum jetzt alle gemeinsam gegen den Islamismus aufstehen müssen"

2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg Wir können den Kampf für ein freies Europa nur gewinnen, wenn wir uns über die bisherigen Gräben hinweg gegen den Terror zusammen schließen. Ein Kommentar von David Berger Paris hat in der vergangenen Nacht die Fortsetzung zu Charlie Hebdo erlebt. Die Entwicklung, die schon damals absehbar war, hat eine neue Dimension erreicht. Der Islamismus, das missratene, aber derzeit einflussreichste Kind des Islam, ist dabei ganz Europa durch seinen Terror grundsätzlich zu verändern. An erster Stelle sollte natürlich die Trauer über das stehen, was hier passiert ist. Das Mitgefühl mit den Opfern und ihren Familien. Nur bei Trauer und Mitgefühl stehen zu bleiben, ist aber in dieser Stunde äußerst gefährlich. Genau darauf haben es die Terroristen abgesehen: So einzuschüchtern, dass wir in machtloser Trauer und Wut verharren. Schon alleine aus eigenem Überlebenswillen muss uns die Frage erlaubt sein, was falsch gelaufen ist, was wir jetzt tun müssen ... Der ermordete Stéphane Charbonnier, Chefredakteur und Herausgeber von „Charlie Hebdo", hat kurz vor seiner „Hinrichtung" durch die Islamisten wissen lassen: „Besser aufrecht sterben, als auf den Knien leben!"

Wir haben noch die Chance aufrecht zu überleben

Wäre das die einzige Alternative, die wir noch haben, bliebe uns in der Tat nur wütende Resignation. Ich hoffe aber, dass wir jetzt noch die Chance haben, aufrecht zu leben. Das funktioniert jedoch nur, wenn wir in großer Mehrheit geschlossen entschlossen vorangehen und dem Islamismus die Stirn bieten. Das würde dann auch bedeuten, dass wir uns von den seltsamen Grabenkämpfen und Scheingefechten rund um Pegida und Anti-Pegida, rechts und links, blinder Refugees-welcome-Euphorie und hasserfüllter Fremdenfeindlichkeit endlich verabschieden. Die derzeitige Lage hat eine Dimension erreicht, wo wir unsere Energien in großer Einigkeit dafür aufwenden sollten, unsere offene Gesellschaft, deren Werte mühsam über lange Zeit und mit großen Opfern errungen wurden, in aller Entschiedenheit gegen den islamistischen Terror zu verteidigen. In diesem Kampf sollten sich alle einig sein und wir brauchen alle. Rechts und Links, Islamkritiker und Flüchtlinge, die zu uns gekommen sind, weil sie in einem freien Land leben wollen usw. Wir haben derzeit noch die Wahl, kniend zu sterben oder aufrecht zu leben. Ich weiß nicht, ob ich alter Feigling das hinkriege, aber eigentlich gibt es derzeit nur eine vernünftige, zukunftsweisende Option: mutig zu sein, Helden der Freiheit und Menschlichkeit zu werden.

Was wir bisher über die Attentäter von Paris wissen

Konzertbesucher schildert Blutbad: "Als sie nachluden, entwischte ich"

Lesenswert:
Ihr habt auch ein spannendes Thema? Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.
Hier geht es zurück zur Startseite