So will sich Pegida auf Kosten der Terror-Opfer profilieren

2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg Pegida-Chef Lutz Bachmann nutzte die Terror-Anschläge in Paris, um auf seiner Facebook-Seite Asyl-Befürwortern die Meinung zu sagen. Neben Mitgefühl für die Opfer von Paris teilte Bachmann vor allem islamophobe Gedanken. Dabei verleugnete er unter anderem den Krieg im Nahen Osten als Fluchtursache für Menschen aus Krisengebieten. Bachmann legte in seinen Formulierungen nahe, dass Geflüchtete nicht etwa Schutz in Europa suchen würden, sondern herkämen, um Terroranschläge auszuüben: „Das perfideste, was die linksgrünfaschistische Welcome-Klatscher-Fraktion gerade macht, ist zu behaupten, dass die ganzen illegalen Einwanderer genau vor diesem Terror in ihren Ländern fliehen. (...) Die hierher kommen, bringen den Terror ins Land und nicht anders (...)“, schrieb Bachmann auf seiner Facebook-Seite. Weiter hegt der Pegida-Chef schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und die deutsche Willkommenskultur. „Die gesamte verantwortliche Politik von Deutschland“ hätten in Paris mitgeschossen und mitgebombt, so Bachmann auf Facebook. Außerdem heißt es: „Die Kultur der dämlichen Welcome-Klatscher-Gutmenschen“ seinen mitverantwortlich für die Ereignisse in Paris. Dabei verwendete Bachmann einschlägige Hashtags wie #BlutAnDenHänden.

Danke #IMErika für die offenen Grenzen, Ihre Waffenlieferungen und eine Kultur der dämlichen...

Posted by Lutz Bachmann on Samstag, 14. November 2015
Die türkische Gemeinde dagegen fürchtet – offenbar zurecht – eine neue Welle der Islamfeindlichkeit. „Im Moment herrscht in Deutschland wegen der Flüchtlingskrise sowieso eine sehr angespannte Situation, und rechtspopulistische Gruppen wie Pegida oder die AfD werden das für sich ausnutzen“, sagte der Vorsitzende Gökay Sofuoglu der "Stuttgarter Zeitung".
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