Lasst uns mal über die Seele sprechen!

Aus der Redaktion Psychologie aktuell. Was ist die Seele? Gibt es sie wirklich? Und wenn ja, wo befindet sie sich? Diese Fragen stellen sich Gelehrte schon seit der Mensch denken kann. Die Idee einer Seele jenseits von Körper und Materie ist schwer fassbar und kaum jemals beweisbar. Ganze Religionen haben es sich zum Ziel gemacht, die Seelen ihrer Gläubigen zu „retten". Und auch Psychologen heißen nicht durch Zufall Seelenklempner. Sind wir wirklich nur Bioroboter? Manche Menschen aber sind überzeugt, dass die Seele nicht wirklich existiert. Danach wären wir alle eine Art Bioroboter. Aber macht das Sinn? Nicht wirklich. Manche Wissenschaftler sehen im Urknall und der Evolution alle Antworten. Aber was war vor dem Urknall? Vor der ersten lebenden Zelle, aus der sich dann evolutionär der Mensch entwickelt hat? Nein, so kommen wir nicht weiter. Die Evolution erklärt die Entwicklung der Arten. Sie hat aber keine zufriedenstellende Antwort darauf, was ganz am Anfang war. Träume legen die Fährte! Einige Forscher glauben, dass die Vorstellung einer Seele auf Erfahrungen in Trance und in Träumen zurückgeht, auf spirituelle Reisen; in denen die Seele den Körper verlässt. Von steinzeitlichen Stämmen könnte das Konzept der Seele dann ins antike Griechenland gekommen sein. Aber ganz ehrlich, so genau weiß es keiner. Für die antiken Griechen war die Seele eine von den olympischen Göttern eingehauchte Lebensenergie. Sie glaubten an einen "Seelenstoff", der die Seele mit dem Kosmos verbindet, ähnlich wie das Chi (Qi) der Asiaten. Heraklit sprach vom "Funken der Sterne" und Platon war überzeugt von der Existenz einer unsterblichen Seele. Hat die "Aufklärung" uns geklärt? Beweisen konnte auch er es nicht. Die Naturwissenschaften, die nach der Periode der "Aufklärung" stark wurden, veränderte vieles. Sie verabschiedeten sich von der Vorstellung, dass Mensch und Kosmos mystisch zusammenhängen. Die Naturwissenschaften trennten Körper und Seele, beanspruchten die Deutung der Welt für sich. Sie schoben die "Seele" als fantastisches Konzept den Religionen zu. Ein denkendes Ding? Der Philosoph Rene Descartes schrieb jedoch, dass die Seele ein "denkendes Ding" sei, welches unabhängig vom Körper existiert. Viele moderne Wissenschaftler lehnen die Sicht Descartes' ab und verneinen die Existenz einer Seele. Sie meinen, es gäbe keinen Geist und wir Menschen wären nur biologische Maschinen. Sie glauben, dies sei eine Antwort auf die großen Fragen der Existenz. Sie gehen davon aus, dass das Universum, das Leben und der Mensch von selbst aus dem völligen Nichts entstanden sind. Doch der Volksmund sagt: "Von nichts kommt nichts". Manchmal ist der Volksmund weise! Ohne Frage: Die moderne Naturwissenschaft ist fantastisch. Die Medizin hat große Fortschritte gemacht und Physik wie Chemie verstehen immer besser die Regeln und Muster der Natur. Aber wer hat sie festgelegt? Wer hat die Regeln der Natur programmiert? Und plötzlich haben Sie keine Antworten mehr! Auf diese Frage kann die Wissenschaft keine Antwort geben. Diese Wissenschaftler sind wie „SIMs" im gleichnamigen Computerspiel. Sie meinen, sie können ihre Welt erklären, weil sie ihre Regeln zunehmend durchschauen - aber dass sie eigentlich in einem Computerspiel leben, das ahnen sie nicht einmal. Dass Wissenschaft die Seele nicht mehr braucht, heißt noch nicht, dass sie nicht existiert. Natürlich: kein Mensch zweifelt daran, dass geistige Vorgänge im Gehirn stattfinden. Die Beweise dafür sind felsenfest. Wer daran zweifelt, sollte mal einen Tag mit Hirnkranken wie Alzheimer-Patienten und Schizophrenen verbringen. Er wird schnell sehen, wie Prozesse im Gehirn Geist und Persönlichkeit verändern. Wer dies einmal gesehen oder erlebt hat, vergisst es nie mehr. Allerdings kann auch die Hirnforschung bis zum heutigen Tag nicht wirklich erklären, was das Bewusstsein und die Seele ist. Ein kleines Experiment gefällig? Es gibt übrigens eine ganz wunderbare Übung das eigene Bewusstsein, ja sogar die eigene Seele etwas achtsamer wahrzunehmen: Wenn Du das nächste Mal bemerkst, wie Du Dir selbst beim Denken zuschauen („huch, was denke ich denn da?"), dann bleibe einen Moment bei Deinem inneren Beobachter. Das ist Dein Bewusstsein. Und dann achtsam bleiben! Ebenfalls Meditationstechniken wie das Autogene Training, das Stille QiGong, aber auch lange Spaziergänge in der Natur und künstlerisches Schaffen jeder Art bringen uns in besseren Kontakt mit uns selbst, mit unserer Seele - was auch immer sie ist. Interesse an Psychologie? Besuchen Sie unseren Redaktions-Blog!

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