Aus der Flüchtlingskrise kann schnell mal ein dritter Weltkrieg eskalieren

2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg 2015-11-11-1447279812-6485874-018819765_30300.jpg Nacheinander schließen die Staaten die Grenzen. Flüchtlinge sollen nicht mehr den Zutritt in das Land erhalten. Österreich, Ungarn und Slowenien zeigen wie das funktioniert. Die Binnengrenzen werden „geschlossen", zumindest für Flüchtlinge. Schon vor Wochen teilte Österreich mit, wieder Personenkontrollen an den Grenzübergängen zwischen Deutschland und Österreich einzuführen. Dies ist mit Gerichtsentscheidungen vorübergehend annehmbar. Doch dank diesen Kontrollen kam es zu vielen Staus und Verkehrsproblemen. Somit hat ein großer Bestandteil der EU, das Schengen-Abkommen an „Wert" verloren. Nach dem Schengener Beschluss sind Stichproben oder Kontrollen zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und illegale Einwanderung auch an den Binnengrenzen der Mitgliedstaaten möglich. Doch eine dauerhafte Kontrollverfahren wird sowie Österreich und EU nur Schaden einbringen. Somit werden sich andere Mitgliedsstaaten auch die Erlaubnis geben, Eigen bestimmte Kontrollen durchzuführen. Grenzen dicht Wie angekündigt hat Ungarn die Grenzen zu Kroatien dicht gemacht. Dieses Vorkommen erfüllt trotz dessen das Schengen-Abkommen, denn die Transitzonen für den Kraftverkehr sind noch offen. Dort können Flüchtlinge Asyl beantragen, wenn sie es bis dort geschafft haben. Der Zugverkehr ist auch eingestellt, da aus Serbien Flüchtlinge mit den Zügen in das Land eingereist sind. Nun ergebt sich aus dieser Situation eine neue Route. Sie heißt nun : Serbien - Kroatien - Slowenien - Österreich. Sloweniens Außenminister Karl Erjavec erklärte, das werde vorläufig auch so bleiben. "Ich habe auch mit Österreichs Außenminister gesprochen. Er hat mir zugesichert, sagte er, dass Österreich keine Sondermaßnahmen gegen uns einführen wird, solange Deutschland seinen Politik gegenüber den Flüchtlingen nicht ändert", so Erjavec. Es soll heißen, wir lassen Flüchtlinge so lange durch, bis Deutschland und Österreich die Flüchtlinge annehmen. Vor 6 Stunden ( 11.11.15 / 11:00 ) hat der Slowenische Regierungschef Cerar bekannt gegeben, die Grenzen wie Ungarn dicht zu machen. Nach den Pressemeldungen kann Slowenien den Strom aus Kroatien nicht mehr instant halten, da Ungarn die Grenzen geschlossen hat und somit die Flüchtlinge ab Serbien in Richtung Westeuropa weiterziehen. Nach Medienberichten aus Kroatien, soll angeblich Angela Merkel die Kroatische Regierung gebeten haben, Flüchtlinge länger im Land aufzuhalten und somit den Strom durch Slowenien zu mindern. Militär Positionierung an den Grenzen In Kroatien streiten sich die Spitzen der Regierung und der Staat um eine Frage. Sollte das Militär an den Grenzen positioniert werden, um Flüchtlinge zu stoppen? Die Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic erfordert die Positionierung, doch Regierungschef Zoran Milanovic erteilt dieser Aussage eine klare Absage. Um dies zu verwirklichen, muss das Land sich im Kriegszustand befinden. Außerdem meint Milanovic, das diese Menschen nicht aufgehalten werden können, da sie mit eigenem Willen weiterziehen möchten und dies kann nur mit Gewalt gestoppt werden. Ungarn mobilisiert Reservisten an die Grenzen um den großen Flüchtlingsdrang zu bewältigen. Slowenien setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein. Griechenland Problem Griechenland verteilt die Freikarten für die EU. Sie lassen jeden Flüchtling ohne Registration, Papiere und Dokumente meist aus der Türkei weiterreisen. Regierungspolitiker aller Länder entlang der Westbalkanroute sind verärgert, weil die Flüchtlinge nahezu ungehindert von Griechenland aus vor allem in Richtung Deutschland weiterziehen. Dublin-System Nach dem Dublin-System müsste Griechenland bei einer Abschiebung der Flüchtlinge, zum Beispiel aus Deutschland wieder aufnehmen und weiter im Land behalten. Denn bei einer Abschiebung oder Asylablehnung folgt die Rückversendung an den EU-Staat, der diese Person aufgenommen hat. Zurzeit sind diese Staaten Italien und Griechenland. Da bald die Kapazitäten und Ressourcen West- und Mitteleuropa „aufgebraucht" sind und die Balkanstaaten die Grenzen nacheinander dicht machen, heißt die Abschiebung zurück nach Italien und Griechenland. Doch diese beiden Staaten sind nicht wirtschaftlich in der Lange diese Flüchtlinge wieder aufzunehmen und außerdem sind diese Staaten wieder nicht das Traumziel der Flüchtlinge. Dies wird wiederum bedeuten, Griechenland wird sie wieder weiterziehen lassen und sie wieder auch abgeschoben bekommen. Angela Merkel und weitere deutsche Politiker sind für neue Systeme offen, da das Dublin-System nicht auf syrische Flüchtlinge angewendet werden kann. Und außerdem würde so eine Belastung Griechenland noch mehr von der EU trennen und somit eine neue Wirtschafts- und Flüchtlingskrise hervorrufen. Einstiegsroute : Türkei Da die Türkei dem Krisengebiet Syrien & CO. benachbart ist wird sie als Einstiegsroute genutzt. Die Flüchtlinge, die gleich aus Syrien nördlich fliehen sind schon in der Türkei angekommen. Die restlichen die aus Syrien südlich fliehen kommen über das Mittelmeer meist an die Küstenstädten im Ägäis. Somit sind sie schon kurz vor der EU. Vor einigen Wochen besuchte Frau Merkel die Türkei, noch genauer gesagt den Regierungschef Tayyip Erdogan. Dort wurde darüber gehandelt, dass die Türkei die Flüchtlinge weiterhin aufhalten und die Abreise verbieten soll. Um dies wirtschaftlich umsetzbar zu machen, wird EU an die Türkei Hilfefons zusenden. Doch ob das die richtige Lösung ist? Denn auch der Türkei werden die Kapazitäten nicht mehr reichen. Somit wird's dann heißen, noch mehr Hilfspakete oder die Weiterreise der Flüchtlinge. Und ob dann die Hilfspakete für die Flüchtlinge ausgegeben werden, kann nicht kontrolliert werden. Die Türkei ist seit Jahren kein Teilmitglied der EU und kann somit diese „Lücke" ausnutzen. Ab Österreich bis in die Türkei, kein Lösungsweg für die Menschen und die Staaten. Anstatt die Flüchtlinge wie Bälle hin und her zuspielen, sollten sich die EU-Politiker die Mühe geben, mit Russland das Problem in Syrien zu beseitigen. Wenn die diplomatischen Wege nicht zum Erfolg führen, stehen immer noch Militärische Lösungen an. Aber da steht ja Russland im Weg, der gerne Assad unterstützen möchte. Aus der Flüchtlingskrise kann schnell mal ein dritter Weltkrieg eskalieren und siehe da, Probleme bringen Probleme zur Welt. Nach dieser Theorie, sind die Flüchtlinge erst recht nicht umsonst in Europa.

Juso-Chefin will wegen Flüchtlingen Steuern erhöhen - und bekommt Ärger mit der eigenen Partei

Flüchtlingskrise: 5 Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung Flüchtlinge schneller zurückführen will

Lesenswert:
Ihr habt auch ein spannendes Thema? Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.
Hier geht es zurück zur Startseite