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13/11/2015 12:37 CET | Aktualisiert 13/11/2015 15:38 CET

Keine Bombe gefunden: Deutsche Fußballnationalmannschaft wieder im Hotel

dpa
Das Hotel der deutschen Fußballnationalmannschaft wurde wegen einer Bombendrohung evakuiert.

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Schreck für die Fußball-Weltmeister um Kapitän Bastian Schweinsteiger: Wenige Stunden vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in Paris gegen EM-Gastgeber Frankreich gab es eine Bombendrohung gegen das Teamhotel. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Auch der DFB-Tross um Bundestrainer Joachim Löw musste das Quartier vorerst verlassen.

"Die französische Polizei hat uns darüber informiert, dass eine anonyme Bombendrohung eingegangen ist. Gemeinsam mit den Kollegen haben wir entschieden, das Hotel kurzfristig zu räumen, um in Ruhe die Zimmer und Funktionsräume überprüfen lassen zu können", berichtete der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert.

Teammanager Oliver Bierhoff ereilte die Nachricht während eines Sponsorentermins in einem anderen Hotel. Er machte sich daraufhin sofort auf den Weg zur Mannschaft. "Das war ein großer Schreck", gestand Teammanager Oliver Bierhoff, als er vor dem Hotel die aufregenden Geschehnisse schilderte.

"Heute Morgen gab es einen anonymen Anruf. Die Hoteldirektion hat uns informiert. Wir haben die Behörden informiert. Es ist alles sehr professionell verlaufen mit der französischen Polizei. Am Ende wollten wir kein Risiko eingehen und haben das Hotel evakuieren lassen. Wir sind mit der Mannschaft zu Roland Garros, da hat uns das Hotel eine Räumlichkeit besorgt. Die Räumlichkeiten (im Hotel) sind durchsucht worden, ob eine Bombe vorliegt", so Bierhoff. "Die Ermittlungen laufen weiter gegen den anonymen Anrufer. Wir sind erleichtert, dass die Sache geklärt ist."

Nach gut zwei Stunden durften erste Mitglieder des DFB-Trosses das Quartier wieder betreten. Darunter war auch Koch Holger Stromberg, der das verspätete Mittagessen zubereiten wollte. Die Mannschaft traf in ihrem schwarzen Mannschaftsbus mit dem Aufdruck "Weltmeister" um kurz vor 14 Uhr wieder am Hotel ein. Die Spielvorbereitung hatte Löw vorübergehend auf der benachbarten Tennisanlage von Roland Garros fortgeführt. "Die Spieler mussten auch erstmal schlucken", berichtete Bierhoff: "Wir haben überlegt, ob man erstmal Schritt für Schritt im Hotel suchen muss, aber das Risiko war zu groß."

Der Verband ging zunächst von einer Räumung für ein bis zwei Stunden aus. Trainerstab und Spieler begaben sich zu der in direkter Nachbarschaft gelegenen Tennisanlage von Roland Garros, wo alljährlich die French Open ausgetragen werden. Dort sollten sich Schweinsteiger und seine Kollegen weiter auf ihre sportliche Aufgabe im Stade de France konzentrieren und einstimmen. Dort hätten sich die Spieler ein bisschen bewegt und "ein bisschen angeschwitzt", sagte Bierhoff; das übliche Programm an Spieltagen.

Eine Spielabsage seitens des DFB wurde nicht erwogen. "Es war wichtig, alles sachlich zu kontrollieren. Wir haben großes Vertrauen in die Polizei", sagte Bierhoff. Diese hatte rasch vermeldet, dass es "keinen Grund zur Panik" gebe. Derartige Drohanrufe gebe es in Paris häufig. Die Zufahrtsstraßen zum Hotel waren trotzdem abgesperrt worden. Rot-weißes Flatterband wehte im Wind. Die Polizei suchte die Fünf-Sterne-Unterkunft ("Molitor Paris") auch mit Spürhunden ab.

Nach der Rückkehr ins Quartier habe Bundestrainer Löw eine Mannschaftssitzung angesetzt. Darauf sollte das Mittagessen folgen, berichtete Bierhoff. "Es stört natürlich die Abläufe, aber wir sind froh, dass alles geklärt ist", sagte der Manager.

Im Teamhotel wollte am Nachmittag auch die derzeitige DFB-Interimsführung mit Reinhard Rauball und Rainer Koch gemeinsam mit Schatzmeister Reinhard Grindel und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock über die Sachlage im Verband nach dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Niersbach sowie der Affäre um die WM-Vergabe 2006 beraten. Von der Bombendrohung waren die DFB-Funktionäre nicht direkt betroffen. Die deutsche Delegationsleitung war von der französischen Verbandsspitze zu dem traditionell üblichen gemeinsamen Mittagessen vor einem Länderspiel eingeladen worden.

Das Testspiel zwischen Deutschland und Frankreich wird im Stade de France um 21.00 Uhr angepfiffen werden.

Update am 13.11.2015, 15.36 Uhr: Entwarnung nach der Bombendrohung

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