LIFESTYLE
12/11/2015 16:02 CET | Aktualisiert 12/11/2015 16:06 CET

Wir sollten nochmal nachdenken, bevor wir uns über Staus aufregen

Screenshot Facebook
Wir sollten nochmal nachdenken, bevor wir uns über Staus aufregen

2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg

Wir kennen das alle: Wir wollen zur Arbeit, aber es ist mal wieder Stau. Es wird gehupt, aber es gibt kein Fortkommen. Minutenlang rührt sich gar nichts, bis wir endlich bei der Arbeit sind, hat es lange gedauert. In der Mittagspause noch schimpfen wir über den Stau und die unmögliche Verkehrsführung der Polizei.

Aber vielleicht werden wir einen Stau demnächst anders wahrnehmen.

Denn eine junge Irin, Lisa Marie Maher, hat einen sehr bewegenden Post bei Facebook veröffentlicht. In dem sie uns genau darum bittet: Erstmal nachzudenken.

"Ich bin selten so direkt. Das wissen die Menschen, die mich kennen. Aber gerade jetzt kämpft eine Frau in einem Krankenhaus um ihr Leben, ihre Familie bekommt diesen schrecklichen Telefonanruf und eilt zu ihr.

In der Zwischenzeit liegt der Verkehr für ein paar Stunden lahm. Damit die Polizei die Gelegenheit bekommt herauszufinden, was passiert ist. Damit die Familie der Frau ein paar Antworten bekommt.

Aber die ganze Stadt, so scheint mir, hat nichts Besseres zu tun, als zu motzen und zu jammern und sich zu beschweren, dass sie zu spät kommen werden.

Mein Vater wurde vor 4 Monaten bei einem Verkehrsunfall getötet. Es war 18.30 auf einer sehr belebten Straße. Die Umgebung wurde für 12 Stunden gesperrt und ich habe Posts bei Facebook gesehen, wo sich Leute darüber beschwerten. Dass es unmöglich sei und die Polizei "Chaos" verursachen würde....Lasst mich euch von "Chaos" berichten..denn während dieses "Chaos" passierte, wurde mein Leben und das meiner Familie total umgeworfen. Ein paar Stunden später war jeder da, wo er hinwollte und konnte sein Leben weiterleben. Ich nicht. Ich werde es nie mehr können, genauso wenig wie die Menschen, die den Unfall beobachten mussten.

Also denkt mal nach: Wir wissen nichts von dieser armen Frau, ihre Familie könnte auf deiner Freundesliste stehen und sie müsste eure jämmerlichen Kommentare durchlesen. Denkt an andere, bevor ihr an euch selber denkt. Ich spreche aus Erfahrung. Zeigt etwas Respekt! Nehmt euch kurz Zeit und schickt die besten Wünsche an diese Frau und ihre Familie und seid dankbar, dass ihr noch dort ankommt, wo ihr hinwollt. Auch wenn es ein bisschen später wird."

I'm rarely confrontational as anyone who knows me will agree. But a woman this morning is fighting for her life in a...

Posted by Lisa Marie on Wednesday, 11 November 2015

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Emotionaler Clip bewegt das Netz: Ein kleines Mädchen schaut durch ihr Fernrohr - was sie sieht, berührt sie zutiefst