WIRTSCHAFT
12/11/2015 06:15 CET | Aktualisiert 12/11/2015 06:19 CET

Müllermilch sorgt mit rassistischen Pin-Up-Motiven für einen Skandal

Twitter m_bourkel
Dieses Motiv löste eine Shitstorm aus

Normalerweiser sind auf den Flaschen von Müller Milch Bananen oder Erdbeeren zu sehen. Für Weihnachten hat sich das Unternehmen aber etwas besonders ausgedacht. Die Flaschen des Milchgetränks zieren nun halbnackte Frauen in Stile von Pin-Ups der Fünfziger Jahre. Die sollen zum Kauf von Sorten wie Schoko, "Pistazie Cocos" oder "Kiba" verleiten.

Das ist der übliche Sexismus in der Werbung, über den sich niemand aufregt. Doch die Gemüter erhitzen sich über der Figur der "Sharon Sheila Schoko" auf, die auf der Kakao-Flasche abgebildet ist. Die Frau mit dem Callgirl-Namen ist dunkelhäutig, hat einen Afro und öffnet lasziv ihren Weihnachtsmann-Mantel, um zu zeigen, dass ihre üppigen Brüste nur von einem riesigen Stück Schokolade verdeckt werden: grenzwertig rassistisch.

Gesehen hat dies der Twitter-Nutzer Marc Bourkel :

Prompt brach der Twitter-Shitstorm los....

Die Unternehmensgruppe Theo Müller, zu der Müllermilch gehört verteidigte ihre Pin-Ups gegebnüber dem "Handelsblatt". "Die gewählten Motive lehnen sich in ihrer Optik an die Pin-up-Darstellungen der 1950er-Jahre an und sind deshalb weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist“, sagte ein Sprecher in einer Stellungnahme.

Auch gegen den Vorwurf des Rassismus wehrt sich die Theo Müller-Gruppe. Rassismus sei nicht ihre Absicht gewesen. "Den gleichen, falschen Vorwurf müssten wir uns gefallen lassen, hätten wir auf die Figur der `Sharon Sheila Schoko` verzichtet und ausschließlich weiße Motive verwendet."

Das darf allerdings bezweifelt werden.

Diese zwei Zahlen sollte jeder 30-Jährige kennen, damit er nicht die Katastrophe schlittert

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