WIRTSCHAFT
10/11/2015 12:55 CET | Aktualisiert 26/01/2016 12:07 CET

Ein Mann buchte eine Nacht in einer Airbnb-Unterkunft. Einen Tag später ist er tot

Holly Harris via Getty Images
Young man playing guitar in apartment, rear view

Das Geschäft mit privaten Unterkünften boomt. Schließlich sind sie eine günstige Alternative zum Hotel. Ganz vorne dabei: Die Online-Wohnbörse Airbnb.

Aber das Unternehmen wird regelmäßig kritisiert. Verbraucherschützer beklagen, dass das Unternehmen nicht die Sicherheitsstandards der Unterkünfte überprüft.

Genau diese Sicherheitslücke wurde einem Mann aus den USA jetzt zum Verhängnis. Sein Sohn Zak Stone berichtet auf der Webseite "Matter“ von dem tragischen Vorfall.

Baumstamm tötete Vater

Eigentlich sollte es ein schöner Familienausflug werden. Die Familie buchte für das Thanksgiving-Fest eine Unterkunft in Texas. Als der Vater am Morgen in den Garten ging, entdeckte er eine Schaukel – befestigt an einem dicken Baumstamm.

Er setzte sich hinein und schaukelte. Erst schien alles in Ordnung zu sein - doch der Baumstamm brach in der Mitte auseinander und fiel auf seinen Kopf. Er starb sofort.

"Ich war im Bett, als meine Mutter ihn fand. Ihre Schreie brachten mich in den Hof und ich entdeckte den auseinander gebrochenen Baumstamm und seinen Körper auf dem Boden“, berichtet sein Sohn auf der Webseite "Matter“.

Zak Stone versuchte, seinen Vater zu retten. „Ich kniete mich zu ihm und zog an seinen Schultern. Blut spritze auf meinen blaues Shirt. Wir sahen uns ins Gesicht, aber sein Kopf hing schlaff runter, das rechte Auge geschwollen, sein Mund war voller Blut, seine Zunge bewegte sich mit jedem heiseren Atemzug träge.“ Für den Vater kam jede Hilfe zu spät.

Airbnb entschuldigte sich bei Familie

Airbnb meldete sich drei Tage später bei der Familie. Das Unternehmen entschuldigte sich und bot ihnen an, sie zu unterstützen.

Offen bleibt jedoch die Frage, wer für den tragischen Tod verantwortlich ist. Airbnb, weil es im Vorfeld nicht die Sicherheitsstandards der Privatunterkünfte prüft? Oder der Familienvater selbst, weil er nicht gut genug aufgepasst hat?

Für den Sohn steht zumindest fest: Airbnb muss etwas ändern. Schließlich sei das Start-up bereit, professionelle Fotografen zu den Grundstücken zu schicken – aber für Inspektoren, die die Sicherheit der Unterkunft überprüfen, reiche es offensichtlich nicht.

Airbnb ist Sicherheit wichtig

Airbnb-Pressesprecher Nick Papas sagt zu dem tragischen Unfall aus Texas gegenüber der "Huffington Post“: "Wir waren schockiert und untröstlich, als wir von dem Vorfall gehört haben.“ Und weiter: "Nichts ist und wichtiger als Sicherheit.“

Auch auf der deutschen Webseite gibt es eine Rubrik "Home Safety“. Nicht gerade prominent am Ende der Seite platziert, gibt es hier Tipps zu Rauchmeldern, elektrischer Sicherheit und möglichen Gefahrenquellen. Ob das allerdings reicht, um tragische Unfälle wie den aus den USA zu vermeiden, bleibt fraglich.

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