POLITIK
10/11/2015 14:21 CET | Aktualisiert 10/11/2015 14:28 CET

Mehr als tausend Flüchtlinge in Deutschland spurlos verschwunden

dpa

In Deutschland sind laut Recherchen von "Focus Online" mehr als tausend Flüchtlinge spurlos verschwunden. Das bedeutet entweder, dass sie sich aus Unterkünften entfernt haben, ohne registriert zu sein. Einige Hundert haben wohl auch Züge verlassen, mit denen sie unterwegs waren.

Der Hintergrund: In NRW zum Beispiel registriert die Polizei nur 10 Prozent der Flüchtlinge. Vielen fällt es damit leicht, unterzutauchen. Ein Beispiel laut "Focus Online": Ein Zug aus München fuhr mit 800 Flüchtlingen aus Eritrea, den Balkan-Staaten, Indien und Bangladesch los – am Ankunftsort Dortmund waren nur knapp die Hälfte an Bord. 580 Flüchtlinge verschwanden zuletzt auch aus einer Unterbringung in Bayern.

In Bremen sind laut Aussagen der Stadt 130 Flüchtlinge untergetaucht. In Niedersachsen waren es zuletzt 700. Die Kommunen vermuten, dass die Flüchtlinge zu Verwandten innerhalb Deutschlands oder im Ausland weitergereist sind. In einigen Fällen hätten Familienangehörige die Menschen auch direkt an den Notunterkünften abgeholt. Die Flüchtlinge seien zum großen Teil weder registriert worden noch hätten sie einen Asylantrag gestellt. Die Kommunen verweisen darauf, dass sie keine Handhabe hätten, die Menschen festzuhalten.

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