POLITIK
09/11/2015 07:47 CET | Aktualisiert 09/11/2015 07:54 CET

Weltbank warnt vor Horror-Szenario: Klimawandel führt Millionen Menschen in extreme Armut

Thinkstock

Die Weltbank warnt vor einem Horror-Szenario: Der Klimawandel könnte nach einer Studie in den nächsten 15 Jahren zusätzliche 100 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen. Am härtesten betroffen wären die ohnehin schon ärmsten Regionen in der Welt - das Afrika südlich der Sahara und Südasien, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Report.

Die Warnung kommt wenige Wochen vor der internationalen Klimakonferenz in Paris, bei der es auch um Hilfen für ärmere Länder beim Umgang mit den Folgen des Treibhauseffekts gehen wird.

Sie ist aber auch ein Appell an alle Staats- und Regierungschefs, die Klimapolitik endlich ernstzunehmen. Bislang scheitern wesentliche Schritte immer wieder am Widerstand einzelner einflussreicher Staaten. China etwa gehört zu den größten Luftverschmutzern der Welt.

Vertreter aus 195 Staaten wollen auf dem Gipfel in Paris nun ein neues weltweites Klimaabkommen zur Reduzierung von Treibhausgasen aushandeln. Das Abkommen gilt als Nachfolger des Kyoto-Protokolls und will erstmals auch Schwellen- und Entwicklungsländer zur Reduktion ihres CO2-Ausstosses verpflichten.

Der Weltbank-Studie zufolge könnten Ernteverluste durch den Klimawandel bis 2030 in Teilen Afrikas zu deutlich höheren Lebensmittelpreisen führen, mit drastischen Auswirkungen auf arme Haushalte. Unterernährung könne eine erhebliche Zunahme von Entwicklungsstörungen nach sich ziehen.

Auf globaler Ebene drohe bei einer Erwärmung um zwei bis drei Grad Celsius ein Anstieg des Risikos von Malaria-Erkrankungen: Zusätzliche 150 Millionen Menschen könnten betroffen sein.

Auch auf HuffPost:

Diese zwei Zahlen sollte jeder 30-Jährige kennen, damit er nicht die Katastrophe schlittert

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite