POLITIK
09/11/2015 21:18 CET | Aktualisiert 10/11/2015 07:39 CET

Pegida-Demonstranten kapitulieren vor Gegnern

Christoph Asche

Es sollte ein großes Zeichen werden: Demonstranten der asylfeindlichen Pegida-Bewegung demonstrierten am Montagabend in München - ausgerechnet am 9. November, dem 77. Jahrestag der Reichspogromnacht. Doch einen großen Marsch durch die Stadt bis zur Münchner Siegessäule gab es nicht - weil Gegendemonstranten im Weg standen, wie HuffPost-Reporter vor Ort berichten.

Ungefähr 100 Menschen versammelten sich mit Plakaten und Spruchbändern, um einer eher mäßigen Rede zu lauschen - die so gar nichts von der zwar hasserfüllten, aber doch halbwegs mitreißenden Rhetorik eines Björn Höcke hatte.

Dem vergleichsweise kleinen Pegida-Aufgebot standen nach Einschätzung der HuffPost-Reporter etwa 1500 Gegendemonstranten gegenüber. Medien gegenüber gaben sich die Anhänger der rechtspopulistischen Bewegung gewohnt zugeknöpft:

Insgesamt blieb die Kundgebung, bis auf kleinere Ansätze von Eskalation, friedlich - wozu sicherlich auch das beträchtliche Polizeiaufgebot beitrug.

Fazit: Die Demonstranten haben es zumindest geschafft, ihre fremdenfeindlichen Thesen auf die Straße zu tragen - doch dabei stand ihnen eine Übermacht demokratisch gesinnter Bürger gegenüber.

Teils allerdings suchten die Demonstranten auch den Dialog mit der Presse - auch, wenn es in Sachen Rechtschreibung ein wenig holperte.

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