Eklat bei AfD-Demo: Gauland vergleicht Flüchtlinge mit "Barbaren"

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GAULAND
dpa
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Wenn man so will, war dieser Samstag ein trauriger Tag für Berlin - ja, vielleicht für Deutschland. Mal wieder. 5000 Menschen waren zur bislang größten Hauptstadt-Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) in Berlin gekommen, um gegen die Flüchtlingspolitik der großen Koalition zu protestieren.

Unter den Teilnehmern war auch ein Mann, der zuletzt die Forderung nach Waffengewalt als letztes Mittel zur Verteidigung der deutschen Grenzen bekräftigt hatte: Alexander Gauland, stellvertretender Parteivorsitzender der AfD.

"... als die Barbaren den Limes überrannten"

Und Gauland verstand es auch heute, seine Leute aufzuwiegeln - mit einer mehr als fragwürdigen Rhetorik. Er warnte vor einer Völkerwanderung nach Deutschland, die mit dem Untergang des Römischen Reiches vergleichbar sei, "als die Barbaren den Limes überrannten".

Gauland habe die Stimmung angeheizt und habe zusammen mit den Demonstranten "Merkel muss weg" gerufen. Das berichten mehrere Medien, darunter auch die Nachrichtenagentur AFP. Auch die Slogans "Volksverräter", "Lügenpresse" und "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" seien bei Gaulands Auftritt zu hören gewesen.

Gegendemonstranten beschimpfen AfD-Anhänger als "Rassistenpack"

Entlang der Strecke des AfD-Aufzugs bis zum Berliner Hauptbahnhof hatten zuvor mehrere Hundert Menschen für Weltoffenheit demonstriert und die AfD-Anhänger als "Rassistenpack" beschimpft. An den Absperrungen der Polizei schrien sich Mitglieder beider Lager gegenseitig an. Nach Polizeiangaben blieb es aber weitgehend friedlich.

Auf einem Video, das derzeit bei Youtube kursiert, ist zudem zu sehen, wie AfD-Sympathisanten einen ZDF-Mitarbeiter der Satire-Sendung "heute Show" verbal attackieren und bedrängen.

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