POLITIK
06/11/2015 21:51 CET | Aktualisiert 09/11/2015 12:10 CET

"Das grenzt an Hetze": Lehrerverband warnt vor Sex mit Muslimen

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Der Philologenverband in Sachsen-Anhalt hat mit einem Text zu Flüchtlingen und muslimischen Männern völlig zurecht große Empörung ausgelöst. "Eine Immigranteninvasion überschwappt Deutschland", heißt es im Editorial der Zeitschrift des Verbandes. Außerdem müssten Mädchen vor Sex mit Muslimen gewarnt werden.

Im Text wird unter anderem gefragt, wie junge Mädchen vor Sex mit muslimischen Männern gewarnt werden könnten. Der Philologenverband in Sachsen-Anhalt fordert Aufklärung, damit sich Mädchen nicht "auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen".

"Oft auch ungebildeten Männer"

Im Artikel, der von Verbandschef Jürgen Mannke und der Vize-Chefin Iris Seltmann-Kuke unterzeichnet ist, heißt es weiter, es sei nicht zu übersehen, dass "viele junge, kräftige, meist muslimische Männer" ins Land kämen. Und zwar "nicht immer mit den ehrlichsten Absichten". Die "oft auch ungebildeten Männer" hätten ein Bedürfnis nach Sexualität.

Schon jetzt höre man "aus vielen Orten in Gesprächen mit Bekannten, dass es zu sexuellen Belästigungen" komme - "vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten". Deshalb müssten sich die "verantwortungsvollen Pädagogen" des Verbandes nun fragen, wie man Mädchen ab zwölf Jahren vor Sex mit muslimischen Männern schützen könne.

Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) sagte der "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag), der Verband würde "Gerüchte verstärken, Halbwahrheiten verbreiten und unsere Werte als Keule benutzen". Linken-Landeschefin Birke Bull erklärte: "Das grenzt an Hetze". Wohl wahr.

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