LIFESTYLE
06/11/2015 10:46 CET | Aktualisiert 06/11/2015 11:49 CET

Wie sich ein Bandwurm im Gehirn eines amerikanischen Studenten einnistete

Als Luis Ortiz (26) ins Krankenhaus kommt, ahnt er noch nicht, was der Grund für seine starken Kopfschmerzen ist. Der Arzt im Krankenhaus in Sacramento, Kalifornien, ordnete einen Hirn-Scan an und traute seinen Augen nicht. Im Hirn des Studenten hatte sich die Larve eines Bandwurms eingenistet.

Bandwürmer sind Parasiten, die sich eigentlich im Darm festsetzen. Wie der Wurm in das Gehirn des jungen Mannes gekommen ist, wissen die Mediziner noch nicht.

Nach der schockierenden Diagnose soll der Arzt zu Ortiz gesagt haben: „Sie haben nur noch 30 Minuten zu leben.“ So jedenfalls berichtet es der britische Independent.

Ortiz wurde noch im Krankenhaus ohnmächtig und direkt notoperiert. Die Ärzte entfernten den Parasiten aus seinem Gehirn und retteten ihm so das Leben.

Wie ein Korken im Gehirn

Neuro-Chirurg Soren Singel erklärte später gegenüber der Tageszeitung „Napa Valley Register“: „Die Wurmlarve hat sich im Gehirn des Patienten eingenistet und, ähnlich wie ein Flaschenkorken, die Flüssigkeitszufuhr zum Gehirn blockiert.“

Eine lebensbedrohliche Situation, die dank des schnellen Eingreifens der Ärzte behoben werden konnte.

In einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender „CBS“ nach der Operation zeigte Ortiz sich sichtlich erleichtert: „Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren könnte. Ich hatte keine Ahnung, dass da ein Parasit in meinem Kopf war.“

Obwohl die Hirn-Operation gut verlaufen ist, sind noch nicht alle Hirnfunktionen des Patienten wiederhergestellt. Arbeiten oder Autofahren könne er beispielsweise noch nicht wieder, so Ortiz. Dank einer Therapie befindet er sich aber auf dem Weg der Besserung.

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