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05/11/2015 07:20 CET | Aktualisiert 05/11/2016 10:12 CET

Til Schweiger baut jetzt doch kein Flüchtlingsheim

Schauspieler Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") hatte im August in der "Bild am Sonntag" gesagt: "Ich werde mit Freunden zusammen ein Flüchtlingsheim aufbauen. Und ich werde eine Stiftung für traumatisierte Kinder gründen."

Was ist daraus geworden?

Ende August gründete er die "Til Schweiger Foundation", die sich für Flüchtlinge einsetzt.

Sehen Sie hier, wie der Schauspieler seine "Til Schweiger Foundation" vorstellte

Mit der Ankündigung, ein Heim zu bauen, war der Schauspieler aber offenbar etwas voreilig. Christian Specht, Sprecher der "Til Schweiger Foundation", bestätigt der Nachrichtenagentur spot on news, dass es vorerst kein eigenes Flüchtlingsheim von Schweiger geben werde und wenn, dann "nur in Kooperation".

Die Aussage des Schauspielers sei Specht zufolge "nicht ganz glücklich" formuliert gewesen. Ein Flüchtlingsheim könne nicht einfach aus dem Boden gestampft werden. Involviert seien immer verschiedene Parteien, unter anderem Eigentümer, Bundesländer und Betreiber.

Als Stiftung könne man demnach vor allem unterstützend eingreifen und weniger aus Eigenleistung eine komplette Unterkunft führen. "Dass Til Schweiger selbst ein Flüchtlingsheim baut, kann ja allein deswegen schon nicht funktionieren", sagte Specht.

Liegen die Pläne zur Flüchtlingshilfe jetzt also vollkommen auf Eis?

Nein, denn die Stiftung ist weiterhin aktiv. Zwar befinde sie sich derzeit noch in der Startphase, doch schon jetzt werden einzelne Projekte gezielt unterstützt. Hilfe von der Foundation gibt es derzeit zum Beispiel in Osnabrück. Dort ist eine Erstaufnahme-Einrichtung in Entstehung, an deren Gestaltung aktiv mitgearbeitet wird. "Wir wollen dort einen Musikraum einrichten und dafür mit Hilfe von Thomas D an günstige Instrumente kommen," sagt Specht. Geplant seien auch ein Fitnessraum, einige Schulungsräume und eine umfassende Kinderbetreuung, um auch schon den Kleinsten die Chance zur langfristigen Integration zu ermöglichen.

Auch in einem Containerdorf in Hamburg engagiere sich die "Til Schweiger Foundation", unter anderem mit Bücherlieferungen. Die meisten Dinge würden jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen und seien noch nicht spruchreif. Specht vertröstet daher auf Ende November: "Dann sollten noch mehr Projekte hinzukommen." Man wolle derzeit aber "nichts verkünden, was wir nicht einhalten können."

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