POLITIK
05/11/2015 19:08 CET

CDU-Bildungspolitiker Stefan Kaufmann fordert: Nicht mehr als 30 Prozent nicht deutscher Muttersprachler in Schulklassen

Es ist ein Vorschlag, der für Gesprächsstoff sorgen könnte.

CDU-Bildungspolitiker Stefan Kaufmann (CDU) hat nun gefordert, die Zahl von Migranten in Schulklassen zu deckeln. "Der Anteil von Kindern mit nicht deutscher Muttersprache in Schulklassen darf nicht zu hoch sein. Sonst droht ein Leistungsabfall in den Klassen. Deswegen fordere ich, ihn nach Möglichkeit auf 30 Prozent zu beschränken", sagte er der Huffington Post. "Das soll in Form eines Richtwertes geschehen, den Schulen einhalten müssen", so Kaufmann.

Der CDU-Politiker schließt sich damit einer Forderung des Philologenverbandes von Mitte Oktober an. Der hatte gewarnt: "Schon wenn der Anteil von Kindern nicht deutscher Muttersprache bei 30 Prozent liegt, setzt ein Leistungsabfall ein", heißt es in einem Statement. "Dieser wird ab 50 Prozent dramatisch."

Bundesländer sollen in neue Klassen investieren

In eine ähnliche Kerbe schlägt Kaufmann. "Kinder sollen so besser und schneller Deutsch lernen, was ein zentraler Teil der Integration ist. Außerdem soll das dazu führen, dass sich keine Parallelgesellschaften bilden", sagte Kaufmann der Huffington Post.

Kaufmann forderte die Bundesländer dazu auf, in neue Klassen zu investieren. "Da der Anteil vor allem in Ballungsgebieten derzeit teilweise schon deutlich höher ist, müssen die Länder mehr Geld für Willkommens- und Sprachlernklassen zur Verfügung stellen. Das Geld dafür hat der Bund im Rahmen des Flüchtlingspakets bereitgestellt."

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.