LIFESTYLE

Brutal und schön: So sieht der Alltag der Pornodarstellerin Marta aus

04/11/2015 18:06 CET | Aktualisiert 06/11/2015 11:49 CET

Warnung: Dieser Artikel enthält Nacktbilder und könnte für den Arbeitsplatz nicht geeignet sein.


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Die in Barcelona lebende Fotografin Katia Repina lernte Marta in ihrer zweiten Arbeitswoche kennen. Marta war eine Pornodarstellerin und Repina arbeitete an einer Dokumentation über die Industrie. Marta war 23 und sie wurde nicht in die Pornoindustrie gezwungen. Sie hat sich für eine Porno-Karriere entschieden.

"Als ich sie zum ersten Mal traf, war ich überrascht, wie offen und aufrichtig sie war", sagte Repina der Huffington Post. "Ich hatte das Gefühl, dass sie sich stark von anderen Pornodarstellerinnen unterschied. Ich erinnere mich, dass ich damals den Gedanken hatte, es könnte daran liegen, dass sie erst zwei Wochen im Geschäft war. Alle Mädchen verändern sich, wenn sie in die Pornoindustrie einsteigen."

Repina beschloss, es selbst herauszufinden. Sie nahm Kontakt zu Marta auf und bat sie um ein Treffen. Seit drei Jahren verbindet sie beiden eine Freundschaft, zwei Jahre davon nutze Repina, um Fotos zu machen. Die Serie, die daraus entstand, heißt "Llámame Marta" oder "Nennt mich Marta". Sie dokumentiert den Einstieg einer jungen Frau in die Pornoindustrie und die gewöhnlichen und ungewöhnlichen Momente entlang des Weges.

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"Ich war von ihrem starken Charakter und ihrer Besessenheit, alles zu kontrollieren, fasziniert. Gleichzeitig war sie so zart und aufrichtig", sagte Repina. "Ich wollte einfach dokumentieren, wie all diese Charakteristika neben ihrem neuen Job in der Pornoindustrie koexistierten."

Die schwarz-weiß-Fotos zeigen eine Frau, die sehr viel mehr ist als ihr Jobtitel. In einem Bild trägt Marta vor einem Dreh Make-up auf, in einem anderen stemmt sie Gewichte im Fitnessstudio. Sie geht mit ihrem Hund spazieren, klettert während eines Shootings auf einen nackten Körper, bestellt ihren Freund, damit er ihr beim Entfernen ihrer Schamhaare hilft. Repina präsentiert diese Serie ohne Wertung. Sie möchte die Pornoindustrie weder verteidigen noch schlecht machen. Stattdessen zeichnen die Fotos ein schattenhaftes und freizügiges Portrait einer vielseitigen jungen Frau. Keine allumfassende Botschaft, keine Moral. Nur Marta.

"Sie ist ein großartiger Mensch mit einem riesigen Herzen", sagte Repina. "Und wenn sie jemanden liebt, dann ist es echt."

Porno-Marta

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Gina Louisa Metzler aus dem Englischen übersetzt.

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