POLITIK
03/11/2015 10:14 CET | Aktualisiert 03/11/2015 12:31 CET

Feuerwehrmann will nicht in Flüchtlingsheimen löschen - seine Begründung ist widerlich

Ein Menschenleben ist ein Menschenleben, unabhängig davon, woher dieser Mensch kommt. Egal ob Flüchtling oder Deutscher. Diese Einstellung sollte eigentlich selbstverständlich sein – vor allem bei Menschen, die für unsere Sicherheit verantwortlich sind. Umso erschreckender ist der Fall eines Feuerwehrmanns aus Sachsen.

Der Mann soll sich laut eines Berichts der „Freien Presse“ geweigert haben, Brände in Flüchtlingsunterkünften zu löschen. Das aktive Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Sachsenburg in Sachsen soll bereits zuvor mehrere Petitionen gestartet haben, um die Aufnahme von Asylbewerbern in der Stadt zu verhindern.

Doch die neueste Petition des Feuerwehrmanns geht noch einen Schritt weiter. Darin wendet er sich an den Stadtrat mit der Bitte, von Einsätzen in Asylbewerberheimen freigestellt zu werden. Seine Begründung: „Eigenschutz“. Eine Begründung, warum der Einsatz in einem Asylbewerberheim gefährlich sein soll, als ein Brand anderswo, lieferte er allerdings nicht.

Die Aktion des Feuerwehrmanns stieß sowohl bei der Stadt, als auch bei der Freiwilligen Feuerwehr auf Ablehnung. Die rassistische Petition wurde abgelehnt und die Feuerwehr distanzierte sich klar von ihrem Mitarbeiter. Der „Freien Presse“ sagte der Stadtwehrleiter Harry Wrobel: „Wir retten Leben, Menschen, Tiere und Sachwerte - dabei machen wir keinerlei Unterschiede.“ Auch Stimmen, die den Rücktritt des langjährigen Mitarbeiters forderten, wurden laut.

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