POLITIK
02/11/2015 15:11 CET | Aktualisiert 18/01/2016 17:16 CET

Was die sächsische Polizei hier mit Nazis macht, ist einfach nur genial

Flüchtlingsgegner sehen sich als Hüter der deutschen Kultur - doch wenn diese schäumenden Wut-Wichtel wirklich Deutschland repräsentieren, dann sollten wir uns tatsächlich Sorgen um unser Land machen.

Die "Bild"-Zeitung berichtet von einem recht simplen Trick im sächsischen Städtchen Meerane, mit dem die örtliche Polizei Rechtsextreme und NPD-Politiker in eine Falle gelockt hat.

Wer sich so einfach hinters Licht führen lässt, hat es auch nicht verdient, vermeintlich schlaue Sprüche zum Thema Flüchtlingskrise loszuwerden, könnte man meinen.

So lief der Polizei-Trick ab: Ein Zug mit mehreren Hundert Flüchtlingen war von Passau nach Meerane geschickt worden - von der sächsischen Stadt aus sollten sie in Bussen in verschiedene Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt werden.

Der Plan der Polizei, die Aktion schnell über die Bühne zu bringen, ging zunächst nicht auf: Rechtsextreme hatten sich im Netz zu einer Blockade der Flüchtlingsbusse verabredet, berichtet das Blatt.

Nachdem die Stimmung in Meerane tatsächlich aggressiv wurde, habe die Polizei ein Gerücht aufgegriffen, wonach der Zug ins benachbarte Glauchau umgeleitet werden soll. Um die Asylgegner zu verwirren, seien die Beamten in ihren Mannschaftswagen davongedüst, berichtet die "Bild" und beruft sich dabei auf Augenzeugenberichte.

Tatsächlich drehten die Polizisten nur eine Runde um den Block, um anschließend wieder zurückzukehren. Die Rechten hingegen fielen darauf herein und machten sich in ihren Autos auf den Weg nach Glauchau - während die Polizei die Straße in Ruhe absperren konnte.

Später sei es zwar noch zu Ausschreitungen gekommen - die verwirrten Wutbürger hatten es offenbar wieder zurück nach Meerane geschafft. Doch der Weitertransport der Flüchtlinge konnte immerhin ohne das Gejohle der Flüchtlingsgegner stattfinden.

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