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02/11/2015 15:15 CET | Aktualisiert 14/05/2016 17:20 CEST

„Mama, ich lebe noch" – so entkamen zwei Frauen dem Flugzeugabsturz in Ägypten

dpa

Ihre Sparsamkeit rettete den beiden russischen Frauen das Leben: Eigentlich waren Ekaterina Gyunninen und ihre Freundin auf den Flug gebucht, der kurz nach dem Start über der Sinai-Halbinsel abstürzte. 224 Menschen kamen dabei ums Leben.

Die beiden Russinnen buchten noch in letzter Sekunde um. Gyunninen und ihre Freundin fanden noch ein günstigeres Angebot und änderten ihre Pläne für die Urlaubs-Rückreise. Der Flug sei 170 Euro billiger gewesen, erklärte Gyunninen gegenüber Nachrichtenseite „RT“ ihre Entscheidung.

Noch auf ägyptischem Boden erfuhren sie von dem Absturz – ihr neuer Flug startete später als die verunglückte Maschine. Als erste Reaktion rief Gyunninen ihre Mutter an. Die Nachricht: Mama, ich lebe noch. „Es war der berührendste Moment für mich, als meine Mutter, die tausende Kilometer entfernt lebt, sagte ‚Ich danke Gott dafür, dass du lebst.’

Trotz dieser Erleichterung war ihr eigener Heimflug alles andere als angenehm. Erst zehn Stunden später als geplant konnte ihre Rückreise beginnen. „Als wir zurückflogen, herrschte an Bord Stille“, sagte Gyunninen gegenüber „RT“. „Bei dem kleinsten Ruck oder Geräusch schreckten alle auf.“

Mittlerweile ist Ekaterina Guynninen zurück in Russland. Doch 224 andere Reisende hatten weniger Glück. Deswegen will sie nun eine Kerze für die trauernden Familien anzünden und der Opfer gedenken.

Am Montagvormittag erst hatte die Fluglinie äußere Einwirkung als Ursache bekannt gegeben (die HuffPost berichtete). Der IS hatte zuvor behauptet, dass er die Maschine zum Absturz gebracht hatte - Experten bezweifeln das aber.

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