POLITIK
01/11/2015 15:51 CET | Aktualisiert 01/11/2015 15:53 CET

AfD-Politiker will Flüchtlinge notfalls mit Schusswaffen stoppen

dpa
Marcus Pretzell hat seine ganz eigenen Ansichten in der Flüchtlingsdebatte

Gerade erst hat sich die Aufregung um den ebenso peinlichen wie skandalösen Auftritt des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke in der Talkshow von Günther Jauch gelegt, hat sich mit Marcus Pretzell erneut ein AfD-Spitzenpolitiker böse im Ton vergriffen. Pretzell ist Mitglied des europäischen Parlaments und seit dem vergangenen Jahr Chef der Alternative für Deutschland in Nordrhein-Westfalen.

Wie die "Rheinische Post" berichtet, hielt Pretzell am Wochenende einen Vortrag zum Thema "Perspektiven deutscher Asylpolitik in Europa" in Leverkusen. Nichts spektakuläres, sollte man meinen. Pretzell nutzte den typischen AfD-Jargon: Unter anderem warnte er von "Rechtlosigkeit in Deutschland und Europa" und wetterte gegen Slowenien und Österreich, die seiner Meinung nach "Zehntausende Menschen unregistriert ins Land" hinein ließen.

Schusswaffen als "Ultima Ratio"

Einmal in Fahrt sorgte er auf einem Publikumsgespräch im Anschluss seiner Rede für einen Paukenschlag: Im Fall eines gewaltsamen Grenzübertritts von Flüchtlingen schloss Pretzell auch den Gebrauch von Schusswaffen als „Ultima Ratio“ nicht aus. „Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit“, erklärte der neue Lebensgefährte der AfD-Parteivorsitzenden Frauke Petry.

Gleichzeitig betonte Pretzell jedoch, dass der Einsatz von scharfen Waffen nicht nötig wäre. Denn: "Es gibt eine ganze Reihe von anderen Möglichkeiten, wie etwa Polizeipräsenz, Wasserwerfer oder Tränengas". Na dann sind wir ja beruhigt ...

News: Hier zeigt AfD-Politiker Höcke, wie radikal er wirklich ist

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