POLITIK
30/10/2015 10:23 CET | Aktualisiert 30/10/2015 12:02 CET

Warum die Rente mit 85 kommen muss

dpa
Deshalb kommt die Rente mit 85

Die Rente mit 67 erschien vielen schon als ein unzumutbarer Schritt. Doch wer kurz darüber nachdenkt, wird auch selbst darauf kommen: Die nächsten Generationen werden noch wesentlich länger arbeiten müssen. Denn die Lebenserwartung der Menschen steigt und die Zahl derjenigen sinkt, die in unsere Sozialsysteme einzahlen.

Es war daher ein dramatischer Fehler, das Renteneintrittsalter auf 63 zu senken.

Diese Entscheidung der Regierung Merkel wird dazu führen, dass unsere Sozialsysteme noch früher kollabieren werden. Davor warnt auch Ulrich Grillo, der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), in einem Interview mit dem Magazin "Wirtschaftswoche".

Seine Idee: Das Rentenalter solle von der Lebenserwartung abhängen: "Traditionell galt das Lebensalter minus 15 Jahre als angemessenes Renteneintrittsalter. Die Rente mit 65 bis 67 passt heute dazu."

Das bedeutet: In Zukunft soll mit der Lebenserwartung auch der Zeitpunkt des Renteneintritts kräftig steigen. "Wenn Menschen eines Tages 100 werden, würde sich rein theoretisch ein Renteneintrittsalter von 85 Jahren ergeben", sagte der BDI-Chef. Heute undenkbar. Doch das würde auch gelten, hätten die Menschen ein Jahrhundert früher von unserem heutigen Rentenalter erfahren.

Die Statistik jedenfalls stützt Grillos Annahme: Allein von 1990 bis 2013 ist laut der Global Burden of Disease Study 2013 die weltweite Lebenserwartung um 6,2 Jahre gestiegen. Darauf müssen wir unser Sozialsystem einstellen.

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