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28/10/2015 04:16 CET

"Theo Zwanziger lügt": Jetzt will Netzer seine Frau als Zeugin einsetzen

Getty
Günther Netzer und seine Frau

Die Schlammschlacht um die Sommermärchen- Affäre wird zum Fall für die Gerichte. Günter Netzer geht juristisch gegen Theo Zwanziger vor und droht dem früheren DFB-Präsidenten mit Klage.

Zwanziger hat nun bis Freitag 14.00 Uhr Zeit. Bis dahin soll er eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Danach dürfte er nicht mehr behaupten, dass er von Netzer erfahren habe, dass das Bewerbungskomitee die Stimmen der vier asiatischen Vertreter in der FIFA-Exekutive bei der WM-Vergabe gekauft habe.

Wenn Zwanziger sich weigert, soll eine Unterlassungsklage folgen. "Entweder er verpflichtet sich, die Verleumdungen künftig zu unterlassen oder er muss sich vor Gericht verantworten. Die Wahl liegt bei ihm", sagte Netzers Anwalt Ralf Höcker der Deutsche Presse-Agentur und bestätigte entsprechende Berichte der "Süddeutschen Zeitung" und der "Sport-Bild".

Netzer will seine Frau als Zeugin einsetzen. Höcker sagte, dass Netzers Frau bei dem Treffen im Herbst 2012 mit am Tisch gesessen habe und den Inhalt der Unterredung auch bezeugen könne. "Sie kann bezeugen, dass Zwanziger lügt", sagte der Jurist der "SZ" und Netzer betonte: "Ich weiß, dass ich solche Verleumdungen leider noch aufwerte, wenn ich den Rechtsweg beschreite. Aber es gibt einen Punkt, an dem man so etwas nicht mehr einfach ignorieren kann. Und der ist jetzt gekommen."

Zwanziger zeigte sich unbeeindruckt. "Es ist sein gutes Recht, seinen Standpunkt auf diesem Wege zu vertreten, wichtiger wäre es allerdings zur Aufklärung beizutragen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

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