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23/10/2015 16:53 CEST

Eine kleine Erinnerung, dass Prinzessin Leia eine echte Heldin in Sachen psychische Erkrankungen ist

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Ein kleiner Reminder, dass Prinzessin Leia eine echte Heldin in Sachen psychische Erkrankungen ist.

Carrie Fisher hat es total drauf.

Die Schauspielerin, die in den nächsten Star Wars Filmen wieder als Prinzessin Leia zu sehen sein wird, spricht seit über 10 Jahren offen über psychische Erkrankungen. Sie fing damit zu einer Zeit an, als in Hollywood noch niemand darüber sprechen wollte.

Sie hat ehrliche Einblicke in die Kämpfe und Triumphe gegeben, die man im Leben mit einer bipolaren Störung durchlebt. Sie legte sich selbst kompromisslos offen, als es darum ging, das Leben mit einer psychischen Erkrankung zu thematisieren.

Da wir in nächster Zeit wieder viel mehr von Fischer sehen werden (Danke, Disney!), wollen wir sichergehen, dass wir Prinzessin Leia gebührend für ihre bahnbrechenden Leistungen, um das Bewusstsein über psychische Erkrankungen in der Öffentlichkeit zu schärfen, danken. Hier sind einige Situationen, in denen Fisher das Stigma bekämpft hat:

Als sie klarstellte, was mit ihrer Psyche passierte.

carrie fisher

"Ich habe ein chemisches Ungleichgewicht, das mich, wenn es richtig heftig ist, in die Psychiatrie bringt … Ich bin psychisch krank. Das kann ich sagen. Ich schäme mich nicht dafür. Ich habe es überlebt und ich überlebe es weiterhin, komme, was da wolle.”

Als sie diese großartige Antwort parat hatte, als sie jemand das “Werbegesicht” für bipolare Störung nannte.

"Nunja, ich hoffe, es als Centerfold in die ‘Psychology Today’ zu schaffen. … Jetzt sieht es so aus, als gebe es in jeder Sendung, die ich schaue, immer eine Person mit bipolarer Störung! Es verbreitet sich in der Gesellschaft, so wie einst ‘Möge die Macht mit dir sein’. Aber ich definiere es mehr, als dass es mich definiert.”

Als sie einen vernünftigen Rat gab, wie man seine Träume trotz einer psychischen Krankheit verfolgen kann.

carrie fisher

"Hab ruhig Angst, aber mach es trotzdem. Wichtig ist, dass du es tust. Du musst nicht abwarten, um irgendwann selbstsicher zu sein. Mach es einfach und dann kommt die Sicherheit von ganz allein.”

Als sie Klartext über manische Episoden geredet hat.

"Du kannst nicht aufhören. Es ist sehr schmerzhaft. Es ist heftig. Weißt du, es ist echt heftig … deine Knochen brennen … wenn du nicht damit beschäftigt bist, zu reden und zu versuchen, es zu übertönen.”

Als sie den einzig wahren Weg im Umgang mit einer psychischen Erkrankung erklärte.

"Die einzige Lektion für mich, oder für irgendwen, ist, dass du dir Hilfe holen musst. Das ist keine hübsche kleine Krankheit. Das geht nicht einfach wieder weg.”

Und schließlich, als sie allen Menschen mit Vorbehalten erklärte, wie stark ein Mensch sein muss, um überhaupt mit einer psychischen Erkrankung zu leben.

carrie fisher

"Eine der Sachen, die mich verwirren (und davon gibt es einige), ist, wie es noch immer so ein präsentes Stigma gegen psychische Erkrankungen und vor allem bipolare Störungen geben kann. Meiner Meinung nach, braucht man echt Eier, um mit manischen Depressionen zu leben. … Manchmal kann eine bipolare Störung alles andere einnehmen, dich quälen, jede Menge Selbstbewusstsein und Mut erfordern. Wenn du also mit dieser Krankheit lebst und irgendwie auch funktionierst, ist das etwas, auf das du stolz sein solltest, anstatt dich dafür zu schämen.”

Wir könnten es nicht besser sagen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Franca Lavinia Meyerhöfer aus dem Englischen übersetzt.

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