POLITIK
20/10/2015 09:47 CEST | Aktualisiert 20/10/2015 13:20 CEST

"KZs sind ja leider außer Betrieb": Das waren die widerlichsten 30 Minuten, die Dresden seit langem erlebt hat

Der deutsch-türkische Autor Akif Pirinçci ist für seine schwulen- und migrantenfeindliche Positionen bekannt. Aber was er auf der Pegida-Demo gestern von sich gelassen hat, toppt alles.

Dort sagte er:

"Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk soweit abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn es gefälligst nicht pariert", sagte er in einem Redebeitrag. Und weiter: "Es gäbe natürlich andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider außer Betrieb."

Einige Pegida-Aktivisten beklatschten den Beitrag. Die Menge skandierte "Widerstand! Widerstand!" Pirinçci redete insgesamt rund 30 Minuten. Weiter schwafelte er von einer "Moslemmüllhalde" in Deutschland und von "Invasoren", die nach Deutschland kämen.

Pirinçci hatte am Tag vor seinem Auftritt noch auf seinem Blog geschrieben: "Ich werde anläßlich des einjährigen Bestehens von PEGIDA in Dresden auftreten und einen hübschen Text vorlesen, der in Sachen Wutrede in diesem Lande Maßstäbe setzen wird." Das ist ihm wohl gelungen.

In seiner Rede ging der Autor auch auf einen Vorfall in Hessen ein, bei dem der Regierungspräsident der Stadt Kassel einen Zwischenrufer zurechtgewiesen hatte. Hier der entsprechende Teil von Pirinçcis Rede im Wortlaut, auch hier spart er nicht mit Herabsetzungen von Deutschen und Einwanderern:

Dieses Foto zeigt den "Vorzeige-Nazi" auf der Bühne in Dresden:

Widerlichere 30 Minuten hat Dresden seit langem nicht erlebt - traurigere auch nicht.

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